Dünkirchen 1940

Dünkirchen 1940

Der schnelle Vormarsch der deutschen Truppen in den ersten Maiwochen 1940 zwang die alliierten Verbände sich bis an die Kanalküste bei Dünkirchen in Frankreich zurückzuziehen. Die britischen und französischen Truppen wurden dadurch unmittelbar bei Dünkirchen eingekesselt.

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Die britische Führung leitete daraufhin am 20. Juni Operation "Dynamo" ein, welche die Evakuierung der britischen Verbände von der Kanalküste in Richtung England vorsah da sämtliche Gegenangriffe zum Ausbruch der alliierten Truppen nahe der kleinen Stadt Arras am 23. Mai 1940 gescheitert waren. Jedoch konnte zu diesem Zeitpunkt noch keine ausreichende Evakuierungsflotte bereitgestellt werden die die alliierten Truppen von den Stränden retten sollte. Zu diesem Zeitpunkt sagte der britische General Alan Brooke das nur noch ein Wunder das britische Korps retten könne welches bei Dünkirchen eingeschlossen war. Die britischen Truppen wurden in den nächsten 24 Stunden immer weiter bei Dünkirchen zusammengedrängt und die Situation der alliierten Verbände schien aussichtslos, da eine geregelte Evakuierung noch immer nicht möglich war. Die Niederlage und Zerschlagung der britischen Truppen in Europa stand kurz bevor. Jedoch ließ Hitler aus unerklärlichen Gründen am 24. Mai die deutschen Truppen für zwei Tage wenige Kilometer vor Dünkirchen stoppen, lediglich die Luftwaffe hatte den Befehl bekommen die Truppen an den Stränden und in der Stadt anzugreifen. Dieser Beschluss hatte zur Folge das die alliierte Führung nun Zeit genug hatte die eigenen Truppen in Dünkirchen zu sammeln und die Evakuierungsflotte zu stellen. Am 26. Mai gegen 19:00Uhr begann die Operation "Dynamo". Ca. 1000 Schiffe jeglicher Art wurden für diese Operation bereitgestellt. Von Kriegsschiffen und Zerstörern bis Fähren und Ausflugsdampfer wurde alles verwendet um die britischen Truppen nach England in Sicherheit zu bringen. So konnten schon in der ersten Nacht auf den 27. Mai ca. 8000 britische Soldaten gerettet werden. Am Folgetag dem 28. Mai wurden ca. 19.000 Soldaten evakuiert. 68.000 Soldaten verließen Frankreich am 31. Mai 1944. Unter schweren Luftangriffen konnten so bis zum 4. Juni 1944 fast 340.000 britische und französische Soldaten von den Stränden bei Dünkirchen gerettet werden und die Operation endete. Durch die Folgen der Luftangriffe verloren die Alliierten bei der Operation sechs britische und drei französische Zerstörer und neunzehn wurden beschädigt. Weiter wurden ca. 220 weitere Schiffe jeglicher Größe versenkt. Die Deutschen fanden in Dünkirchen eine Stadt und einen Strand vor der verstopft von zerstörten Fahrzeugen und zurückgelassenem Material war. Der deutschen Wehrmacht gelang es nicht die alliierten Truppen in Frankreich zu zerschlagen, zwar waren die Truppen stark geschwächt, der Kern der britischen Truppen schaffte die Evakuierung nach England und die Kampffähigkeit der Briten blieb erhalten. Winston Churchill gab nach der Evakuierung bekannt "Wir werden wiederkommen!" Fast auf den Tag genau vier Jahre später am 6. Juni 1944 setzten britische und französische Truppen an der Seite von Amerikanern und Kanadiern unter dem Decknamen "Operation Overlord" wieder ihren Fuß an den Küsten der Normandie auf französischen Boden.

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