Harry Silvester

Bei einer unserer Touren zu den Feierlichkeiten anlässlich des 66. Jahrestag 2010 in die Normandie hatten wir das Glück den englischen Veteran H. Silvester zu begegnen. Hier findet kann man in einem kleinen Teil seiner Erinnerungen an jenen 6. Juni 1944 am Juno Beach und wie H. Silvester diesen Tag erlebte.

H. Silvester war während des D-Day auf der HMS "Northway" als Matrose eingesetzt. "Das Schiff wurde 1943 in Virginia/USA gebaut". Das Schiff bekam h silvester 18zur Invasion die Bezeichnung LSD11 F-142 und sollte vor dem Landesektor Juno Beach eingesetzt werden. "Ich machte meine Arbeit als Matrose, unser Schiff hatte die Möglichkeit jede Menge kleinerer Landungsboote aufzunehmen". Das Landungsschiff LSD11 war zur Zeit der Invasion mit DUKW''s (schwimmfähige Fahrzeuge) beladen die im Rahmen der Invasion am Juno Beach in den ersten Stunden abgesetzt werden sollten. "Ich wusste nicht viel über diesen Abschnitt, oder das was uns und die anderen Männer dort erwartete". "Wir fuhren sehr schnell und setzten bei Tagesanbruch über". Je näher sich das Landungsschiff der Küste näherte desto schlimmere Situationen konnte H. Silvester beobachten. "Ich stand an der Seite unseres Schiffes und konnte alles sehr gut erkennen, erst schwammen vereinzelte Körper an unserem Schiff vorbei, alle Gesichter hingen im Wasser und man konnte nur erkennen das es sich um Leute von uns handelte Mir war sofort klar das diese Jungs es nicht geschafft hatten. Je näher wir dem Strand kamen um so mehr Soldaten schwammen im Wasser, ich kann nicht mehr genau sagen was ich gefühlt habe". Nach einiger Zeit machte H. Silvester dann folgende Beochbachtung. "Plötzlich trieb eine Frau an unserem Landungsschiff vorbei, ich weiß nicht warum und auch nicht die Gründe dafür, aber da trieb eine Frau, sie trieb mit dem Gesicht nach oben und war deutlich zu erkennen. Viele Menschen glauben mir nicht, aber das ist die Wahrheit, das ist das was ich h silvester 2010gesehen habe". H. Silvester versuchte dann hingegen seinen Befehlen die Körper der Soldaten an Bord zu ziehen. "Ich konnte die armen Kerle da nicht lassen, ich ging die Gänge hinunter und versuchte die Körper an Bord zu ziehen oder jedenfalls ihre Erkennungsmarken zu bekommen." Wenig später sprach ein Vorgesetzter H. Silvester an. "Der Vorgesetzte befahl mir das ich aufhören sollte die Körper an Bord zu ziehen. Ich kann mir heute nur vorstellen das er erschrocken über den Anblick war und glaubte das es schlecht für die Moral der Mannschaft sei". H. Silvester war sehr verärgert über diesen Befehl. "Ich konnte das nicht verstehen und war sehr verärgert, wie konnte er mir diesen Befehl geben? Das waren doch unsere Jungs". Später im Verlauf des Tages gelang es den Männern und H. Silvester 47 DUKW''s nahe des Strandes am Juno Beach zu entladen. "Ich konnte all diese Jahre den Anblick nicht vergessen als wir uns damals dem Strand näherten, es war schrecklich die Männer dort im Sand und im Wasser zu sehen, allerhand Fahrzeuge war konnte man erkennen, teilweise brennend". Den Krieg erlebte H. Silvester dann eher unbeschadet. "Sonst konnte ich mich nicht beklagen, ich hatte einen erträglichen Krieg, ich wurde ja nie an der Front eingesetzt, lediglich die Bomben machten uns zu schaffen die jede Nacht fielen". H. Silvester kehrte nach 30 Jahren das erste Mal wieder an den Strand von Juno Beach zurück. "Ich musste laut schreien als ich das erste Mal wieder an der Stelle stand an der ich am Tag der Invasion an den Strand gefahren war".

Unser Dank gilt an dieser Stelle H. Silvester für das tolle Gespräch, Genehmigung und Hilfe, ausserdem möchten wir uns für das beeidruckende Treffen am Gold Beach in Arromanches im Juni 2010 bedanken.

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Andenken an H. Silvester in unserem D-Day Buch.

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Best wishes to H. Silvester.