Operation Goodwood

Operation Goodwood war die Bezeichnung für eine Operation der kanadischen und britischen Verbände die vom 18. Juli bis zum 20. Juli verlief. goodwoodDie Operation sah vor den östlichen Teil und deren Vororte von Caen zu durchbrechen und anschließend in das südliche Hinterland von Caen vorzudringen. Zusätzlich sollte Teile der lliierten Truppen die von den Deutschen gehaltenen Stellungen in Caen nehmen. Operation Goodwood sollte ursprünglich fast zeitgleich mit der amerikanischen Operation Cobra anlaufen um Verwirrung in der deutschen Führung zu stiften. Die Operation Cobra lief allerdings durch schlechte Wetterverhältnisse erst Tage später an. Für die Operation gingen ca. 2700 Panzer und 700 Geschütze in Stellung. Die östliche Flanke stellten die Kanadier und den östlichen Teil die Briten. Zusätzlich sollte der Operation ein Bombenangriff auf die Vororte von Caen die deutsche Verteidigung schwächen. Am Morgen des 18. Juli gingen schweren Bombenangriffe auf die Ortschaften im Operationsbereich nieder. Besonders schwer getroffen wurden dabei die deutschen Verbände der 21. Panzerdivision. Da das Gelände für die Operation allerdings sehr schlecht ausgewählt wurde und mehrere Brücken von den Alliierten überwunden werden mussten kamen die Bodentruppen nur langsam vorwärts. An den Brücken entstand dadurch teilweise ein regelrechter Verkehrsstau, für fast 8000 Fahrzeuge standen nur 6 schmale Brücken zur Verfügung. Das hatte zur Folge das der Überraschungseffekt nicht gelang und die deutschen Verteidiger Zeit hatten ihre Stellungen im bevorstehenden Kampfgebiet zu verstärken. Nur langsam und in kleinen Gruppen erreichten die Verbände der Alliierten das Kampfgebiet bei Cagny und Emieville und mussten dort schwere Verluste hinnehmen. Der Bourguebus Bergrücken bei diesen Ortschaften verschaffte den Deutschen einen weiteren Vorteil, von diesem Bergrücken hatten die Verteidiger freies Schussfeld auf die Angreifer. Der Bergrücken war durch Teile der Waffen-SS und der Wehrmacht stark befestigt worden. Auf dem Rücken sollen sich ca. 80 8,8cm Geschütze befunden haben. An den Hängen des Bergrücken kam es zu schweren Kämpfen und Verlusten für die alliierten Truppen die den Bergrücken am 20. Juli erreichten. Am Ende des 20. Juli konnten die Alliierten Verbände ca. 11 Kilometer Geländegewinn verzeichnen. Am 19. Juli konnte ein großer Teil Caens befreit und unter Kontrolle gebracht werden. Unter Gegenangriffen der deutschen Truppen und hohen Verlusten von ca. 6000 Soldaten und fast 400 Panzern mussten die Alliierten die Operation Goodwood am 20. Juli abbrechen. Die Panzergefechte am Bourguebus Berg galten als die größte Panzerschlacht während der Kämpfe in der Normandie.