Arromanches

Arromanches ist ein kleiner Badeort am westlich Abschnitt des Gold Beach. Der Ort liegt zwischen zwei ca. 25 Meter hohen Klippen und wurde von den 3 2Deutschen stark befestigt. Im Osten der Ortschaft auf den Hängen lag das WN43, im Westen hingegen das WN44. Daher entschieden die Alliierten nicht direkt in Arromanches zu landen sondern bei Saint-Come-de-Fresne das weiter östlich gelegen war um sich dann von der Landseite her bis Arromanches vorzukämpfen. Die Einnahme von Arromanches war von höchster Wichtigkeit, denn im Meer vor Arromanches sollte nach der Landung ein künstlicher Hafen, der Mulberry-Hafen, errichtet werden um die Invasionskräfte mit Fahrzeugen und Material zu versorgen, da die Alliierten zum Zeitpunkt der Invasion noch über keinen Tiefseehafen an der französischen Küste verfügten. Der Hafen sollte aus riesigen Betongebilden bestehen die mit ca. 6 Stundenkilometern von England über das Meer gezogen wurden. Anschließend versenkte man diese vor Arromanches im Meer, die dann wie Molen und Wellenbrecher funktionierten und Schiffe entladen werden konnten. Noch am Nachmittag des 6. Juni konnten alliierte Truppen Arromanches gegen 16:00Uhr erreichen und anschließend am Abend des 6. Juni 1944 gegen 22:30Uhr ohne große Verluste durch eine Art Zangenbewegung nehmen. Den Briten war es gelungen den Strand vor bei  Saint-Come-de-Fresne zu überwinden und sich in westliche Richtung vorzukämpfen. Heute gilt Arromanches als eine der beliebtesten Sehenswürdigkeit an der Invasionsküste. Laden an Laden reihen sich in der Ortschaft aneinander und bieten Artikel rund um die Invasion an. Vergleichbares findet man wohl nur in Sainte-Mere-Eglise wieder. Auf dem Plateau östlich der Ortschaft in Richtung St.-Come-de-Fresne findet man heute die Überreste einer Radaranalge und zahlreiche Denkmäler. Ebenfalls findet man auf dem Plateau das Museum "Arromanches 360°". Es lässt sich dabei streiten ob das Gelände der Radaranlage dabei Arromanches oder St.-Come-de-Fresne zugesprochen wird, längst grenzen beide Ortschaften an das Gelände an. Noch heute ist die Größe und Überreste des Mulberry Hafens vor Arromanches und Saint-Come-de-Fresne  von dem Plateau aus erkennbar und bietet einen herrlichen Ausblick. An der Promenade von Arromanches befindet sich außerdem ein Museum das den Bau und den Betrieb des Mulberry Hafen beschreibt. Nahe des Museum lassen sich außerdem eine große Anzahl von Gedenksteinen und, Kanonen und Fahrzeuge finden. Ein sehenswertes Denkmal bildet dabei ein Panzer der auf einem ehemaligen Bunker des WN43 errichtet wurde und am östlichen Ortsausgang (Fußweg zum Plateau) zu finden ist. Der Parkplatz auf dem Plateau wird zur Urlaubszeit gerne von Wohnmobilern genutzt und zählt zu einem der schönsten Stellplätze an der Invasionsküste.

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Bild1: Blick auf Arromanches und den Resten des künstlichen Hafen von östlicher Seite / Bild2: Blick von der Uferpromenade in östliche Richtung / Bild3: Veteranen am Jahrestag 2010 / Bild4 und 5: Überreste des künstlichen Hafen / Bild6: Blick auf das Museum im Ortskern / Bild7: Alliiertes Geschütz / Bild8: Denkmal in Form eines Panzers auf einem Bunker errichtet / Bild9: Blick auf die Reste des künstlichen Hafe / Bild10: Blick auf das Denkmal in Form eines Panzers / Bild11 u.12: Blick auf den künstlichen Hafen / Bild13: Teile der Hafenanlage / Bild14: Blick auf Arromanches.