Batterie Longues-sur-Mer

Longues-sur-Mer liegt westlich von Arromanches auf ca. 70 Meter hohen Klippen die direkt an das Meer angrenzen. Von hier aus ist es möglich weit über longues-sur-mer 33 6die Küstenregion zu blicken. Die deutschen Verteidiger erkannten die strategische Lage. Zur Zeit der Invasion bildete die Batterie bei Longues-sur-Mer das WN48. Die Deutschen Verteidiger begannen im September 1943 mit dem Bau der Batterie auf den hoch gelegenen Klippen. Die Batterie bestand hauptsächlich aus vier Kasematten des Typ M272 in denen die Geschütze untergebracht waren und dem vorgeschobenen Feuerleitstand am Rand der Klippen des Typ M262. Hinzu kamen zahlreiche Tobrukstände und weitere Unterstände. Im Frühjahr 1944 wurden vier 150mm Torpedobootkanonen des Herstellers Skoda in den Kasematten untergebracht. Die vier Geschütze stammten aus ausgemusterten Zerstörern die demontiert wurden und zur Batterie transportiert wurden. Besetzt war die Batterie durch 184 Männer der Heeres-Küsten-Artillerie-Abteilung 1260. Die Batterie hatte eine Reichweite von über 20 Kilometern und konnte so die Landungsstrände von Gold Beach, Omaha Beach und Juno Beach unter Feuer nehmen und eine dortige Landung erschweren. Am D-Day gelang es der Batterie während des D-Day ca. 165 Salven zu verschießen. Im Vorfeld des D-Day wurde die Batterie immer wieder Opfer schwerer Luftangriffe, im Zeitraum vom 28. Mai bis zum 4. Juni sollten alleine 1500 Tonnen Bomben auf die Batterie nieder gehen. Noch am Morgen des 6. Juni wurde die longues-sur-mer 33 2Batterie erneut Opfer schwerer Luftangriffe (siehe Bild 1 links). Jedoch sollten die Geschütze weiterhin voll einsatzfähig bleiben. Am 6. Juni 1944 um 5:30Uhr eröffneten mehrere Schlachtschiffe, darunter auch die HMS Ajax und die "USS Arkansas" von See her das Feuer auf die deutsche Batterie. Die Batterie lieferte sich daraufhin ein heftiges Land-See Gefecht mit der alliierten Flotte. Nachdem zwei Geschütze teils getroffen wurden und die anderen beiden teils beschädigt waren stellte die Batterie das Feuer nach einiger Zeit ein. Am Nachmittag des 6. Juni eröffnete die Batterie nach Reparaturarbeiten wieder das Feuer auf die Invasionsflotte, jedoch nur mit Kasematte 1. Das Gefecht sollte bis in die Abendstunden andauern ehe die Verteidiger das Feuer endgültig einstellten. Am 7. Juni 1944 mussten die Deutschen die Batterie aufgeben da britische Truppen des 2nd. Battailon des Devonshire Regiment die zuvor am Gold Beach gelandet waren sich der Batterie näherten. 90 Männer ergaben sich dabei den britischen Truppen. Die Briten fanden eine Batterie vor die einer Kraterlandschaft gleich kam (siehe Bild 2 links). Während des D-Days war es der Batterie nicht gelungen auch nur eine Salve auf die Strände der Invasion abzugeben. Der Feuerleitstand ist in dem Film "Der längste Tag" in einigen Szenen zu sehen. Heute sind die Kasematten und der Feuerleitstand für den Besucher voll begehbar. Alleine der Blick entlang der Klippen hinüber zum Gold Beach oder Omaha Beach sollte einen Besuch der Batterie wert sein, in östliche Richtung sind noch heute die Reste des Mulberry-Hafens vor Arromanches erkannbar und bieten ein beeindruckendes Bild. Eine Gedenktafel an Kasematte 3 erinnert heute an die Einnahme durch die Briten. Nahe dem Parkplatz erläutert eine blaue Info-Stele dem Besucher die Ereignisse. Heute gehört die Batterie von Longues zu der am besten erhaltenen Batterie am Ärmelkanal.

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Blid1 und 2: Blick auf zwei 150mm Geschütze / Bild3: Blick auf den Feuerleitstand direkt an den Klippen / Bild4: Bunker mit "Bildern" die durch Landser im Beton verewigt wurden / Bild5: Weiterer Bunker auf dem Gelände der Batterie / Bild6: Erneuter Blick auf den Feuerleitstand /  Bild7: Kasematte 2 / Bild8: Kasematte 3 / Bild9: Kasematte 2 / Bild10: Blick zum Omaha Beach / Bild11: Kasematte 2 und 1 / Bild12: Blick zum Gold Beach / Bild13: Kasematte 1 / Bild14: Blick in den Lauf / Bild15: Kasematte 3 und 4 / Bild16: Plakete an Kasematte 3 / Bild17: Geschütz in Kasematte 3 / Bild18: Kasematte 2 und 3 / Bild19: Geschütz der Kasematte 2 / Bild20: Blick von Kasematte 1 über über die restlichen 3 Kasematten / Bild23: Blick auf Kasematte 1 und 2 / Bild22: Blick auf Kasematte 3 und 4.