Die Strandhindernisse

Um eine mögliche Landung der Alliierten an den Stränden der Atlantikküste zu erschweren begann die Bauabteilung "Organisation Todt" damit die hemmbalkenStrände so weit wie möglich mit Strandhindernissen unzugänglich zu machen. Diese Strandhindernisse bildeten mit den Widerstandnestern wirkungsvolle Abwehrgürtel. Die Strände wurden mit Minengürteln und Hindernissen versehen um anlandene Boote schon bei der Anfahrt an den Strand zu stoppen oder gelandete Panzer am Strand festzusetzen. Die Deutschen zeigten sich bei dem Vorhaben die Strände zu sichern als erfinderisch, so wurden eine Fülle von Hindernissen gebaut die zum Beispiel bei Flut nicht sichtbar waren und unter dem Meeresspiegel lagen und eine tödliche Falle für landene Truppen bildeten. Die Hindernisse bestanden zum großen Teil aus Holzpfählen, dem sogenannten "Rommelspargel" die in die Erde gerammt und anschließend mit Minen versehen wurden. Bei Flut war auch dieses Hindernis wie alle anderen nicht sichtbar und lag unter dem Wasserspiegel. Landungsboote die diese "Rommelspargel" anfuhren wurden zerstört oder konnten nicht weiter an den Strand fahren. Diese "Rommelspargel" bildeten mit den "Belgischen Toren" die erste Hindernislinie am Strand. "Belgische Tore" waren eine Art Stahlkonstruktion die wortwörtlich an eine stählernes Tor oder Zaunelement erinnerten. Das "belgische Tor" war ca. drei Meter breit und zwei Meter hoch und auch unter dem Namen C-Element bekannt. Ursprünglich stammten diese Hindernisse wie der Name schon sagt von der belgischen Armee die diese Tore an den Grenzen gegen Panzer einsetzte. Diese "Belgischen Tore" sollten Landungsboote an der Weiterfahrt hindern oder deren Rumpf belgisches toraufreißen. Zusätzlich konnten die "Belgischen Tore" bei Niedrigwasser als Hindernisse gegen Panzer usw. genutzt werden. Ein einzelnes "Belgisches Tor" stellte allerdings kein großes Hindernis gegen Panzer da. Die "Belgischen Tore" konnten jedoch miteinander verbunden werden und bildeten so eine Kette die effektiv gegen Panzer eingesetzt werden konnte. Dieses Hindernis aus den "Belgischen Toren" wurde bei der Anfahrt durch Panzer nicht zerstört sondern verschob sich lediglich durch die Rollen die an der Unterseite des "Belgischen Tors" angebracht waren. Gefolgt von dieser Hindernislinie folgte wieder eine Holzkonstruktion, dem "Hemmbalken". Hierbei handelte es wieder um Hindernisse die ebenfalls mit Minen versehen waren und Landungsboote bei der Anfahrt stoppen sollten. Der "Hemmbalken" war eine Konstruktion aus meist drei Baumstämmen. Zwei Baumstämme wurden dabei in die Erde getrieben und der dritte Stamm schräg auf die beiden Stämme befestigt und zusätzlich mit Minen versehen. Oft kam es vor das ein "Hemmbalken" an der vordersten Spitze zusätzlich mit Sägezähnen aus Stahl versehen war und so ebenfalls eine Gefahr für Landungsboote bildete. Die nächste Hindernißreihe bildeten die sogenannten "Tschechenigel". Der "Tschechenigel" war eine Konstruktion aus drei Stahlträgern der die Weiterfahrt von Panzern und amphibischen Fahrzeugen verhindern sollte, teilweise waren auch diese mit Minen versehen. Der "Tschechenigel" gehört wohl mit zu den bekanntesten Hindernissen und ist typisch für das Bild der Strände von 1944. Seinen Namen erhielt der "Tschechenigel" aus der Tschechoslowakei, hier wurde der "Tschechenigel" von Grenztruppen eingesetzt. Zu diesen Hindernissen kamen noch eine Reihe Minenfelder und Stacheldrahthindernisse hinzu die dazu dienten gelandete Truppen zu stoppen. Zusätzlich zu diesen Hindernissen gab es weitere Konstruktionen wie zum Beispiel Flöße die am Boden verankert waren und mit Minen bestückt waren. Bei Flut trieben diese Hindernisse an der Oberfläche und bildeten ebenfalls eine Gefahr für Landungsboote. Die Hindernisse wurden weit in den Strand hinein gebaut so das sie bei Flut nur schwer zu erkennen waren und eine große Gefahr bildeten. Am Tag der Invasion wurden durch die Deutschen ca. 500.000 Hindernisse an den Stränden errichtet.  

belg tor

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