Le Paisty Vert

Le Paisty Vert ist ein kleiner Weiler der nur wenige hundert Meter westlich des WN33 und Ver-sur-Mer am Küstenabschnitt Gold Beach liegt. Der kleine le paisty vert 1944Weiler bestand zur Zeit der Invasion lediglich aus einem kleinen Wartehäuschen der Strandbäderbahn die unmittelbar am Strand entlang der Küste verlief und die verschiedenen Ortschaften miteinander verband (siehe Bild 1 u. 2 links, roter Kreis). Nur ca. hundert Meter hinter dem Weiler steigt das Gelände sanft zu einem Höhenzug an. Auf diesem Höhenzug hatten die deutschen Besatzer die Batterie Mont Fleury unmittelbar nahe der Ortschaft Ver-sur-Mer errichtet. Während des D-Day markierte der kleine Weiler die Grenze zwischen den Landesektoren "King Green" und "King Red". Zu den Verbänden der ersten Welle gehörte das X Breaching Squadron und das Z Breaching Squadron. Wobei das Z Breaching Squadron im Sektor "King Red" landen sollte, das X Breaching Squadron hingegen im Sektor "King Green". Diese beiden Einheiten bestanden aus verschieden Panzern des Typ AVRE, Crabs und DD-Panzern die die Aufgabe zugeteilt bekommen hatten den Strand möglichst schnell von Strandhindernissen und Minen zu räumen. Zur ersten Welle die an dem kleinen Wartehäuschen an Land gehen sollte gehörten auch das 6th und 7th Battailon der Green Howards (Princess of Wale''s Own Yorkshire Regiment) der 50th Infantry Division. Die Aufgabe der A- und D-Company der 6th Battailon bestand darin im Sektor "King Green" an Land zu gehen um sich dann le paisty vert 34landeinwärts der Batterie Mont Fleury bei Ver-sur-Mer und der Ortschaft Crepon zu nähern um diese Ziele dann zu nehmen. Die A-Company sollte in westliche Richtung vorrücken und das WN35 nehmen. Unter den Männern war auch Company Seargent Major Stanley Hollis der D-Company des 6th Battailon (siehe 3. Bild links). Im Vorfeld des D-Day konnte die alliierte Aufklärung bereits das kleine Wartehäuschen ausmachen. Man hielt es fälschlich jedoch für einen deutschen Bunker oder Widerstandsnest. Und sollte das kleine Wartehäuschen, das völlig unbemannt war, am frühen Morgen der Invasion durch drei LCG(L)''s und zwei Zerstörer unter schweres Artillerie-Feuer genommen werden. Das kleine Wartehäuschen überstand diesen Angriff jedoch völlig unversehrt und wurde nicht beschädigt. Noch vor 07:25Uhr gingen in diesem Sektor dann neun Taucher unter dem Kommando von H.T. Hargreaves an Land um noch vor der Landung der Verbände möglichst viele Strandhindernisse zu zerstören. In kürzester Zeit gelang es den Männern sechs Tschechenigel zu zerstören. Nur kurze Zeit später wurde in diesem Sektor das X Breaching Squadron mit Hilfe von drei LCT''s vor dem Strand zu Wasser gelassen. Ursprünglich sollten die DD-Panzer sechs Kilometer vor der Küste zu Wasser gelassen werden durch den schweren Seegang entschied man sich jedoch die Panzer direkt am Strand auszuladen. Nur Minuten später erfolgte dann die Landung der Green Howards die ebenfalls am Strand ausgeladen wurden. Während der Landung wurde kein größerer Widerstand der deutschen verzeichnet und so verlief die Landung relativ nach Plan. Wenig später s hollisbegannen die Teile der Green Howards den Strand zu überqueren. Noch bevor die Männer die Dünen erreichen sollten begann der deutsche Wiederstand. Die Männer lagen plötzlich unter schwerem Mörserbeschuss und mussten mehrere Verluste hinnehmen. Nach einiger Zeit gelang es dann der 233rd Field Company eine Bresche durch die Minenfelder zu schlagen die in den Dünen lagen. Die britischen Verbände nutzten die Bresche entlang des Zufahrtsweg zum Wartehäuschen (der heutige 50th "Northhumbrian" Infantry Division Way) dann um in das Marschland hinter den Dünen und auf die heutige D514 zu stoßen. Bei diesem Vormarsch gingen zwei Sherman Crabs verloren, einer wurde durch die 88mm Kanone des WN33 getroffen welches immer wieder das Feuer auf die gelandeten Panzer eröffnete. Nachdem die zweite Welle und die Verstärkungen durch die C- und B-Company der 6th Green Howards am Strand eingetroffen waren begannen die Männer mit dem Angriff auf die Batterie Mont Fleury und der Batterie Du Pavillon bei Crepon die weiter im Hinterland lagen. CSM Stanley Hollis verdiente sich bei den Angriffen auf die beiden Batterien das Victoria Cross, die höchste britische Auszeichnung. Es war das einzige an diesem Tag verliehende Victoria Cross. Die Green Howards erreichten noch am selben Tag das Gebiet um Brecy. Das kleine Wartehäuschen von Le Paisty Vert ist bis heute erhalten geblieben. Das Häuschen wurde im Jahr 2006 neu renoviert und eine Gedenktafel an der Seitenwand angebracht. Die Gedenktafel ehrt CSM Stanley Hollis und die Green Howards die an dieser Stelle am 6. Juni 1944 an Land gingen. Eine weitere Info-Tafel lässt sich gegenüber des kleinen Häuschen finden. Nur wenige hundert Meter in östlicher Richtung lässt sich heute das WN33 von Ver-sur-Mer finden. In westlicher Richtung findet der Besucher nach ca. einem Kilometer die Reste des WN35. Auf der Anhöhe hinter den Dünen die von dem Wartehäuschen gut auszumachen ist stehen heute noch die Reste der Batterie Mont Fleury und sind teilweise zugänglich.

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Bild1: Blick in Richtung WN35 und dem Sektor King Green / Bild2: Blick auf den Höhenzug und dem Standort der Batterie Mont Fleury / Bild3: Blick in Richtung des WN33 und dem Sektor King Red / Bild4: Das kleine Wartehäuschen / Bild5: Infotafel gegenüber dem Wartehäuschen / Bild6: Blick vom Strand auf das Wartehäuschen / Bild7: Gedenktafel zu Ehren CSM Stanley Hollis / Bild8: Blick auf das Wartehäuschen und die Landestelle / Bild9: Blick von der D514 auf den Weiler Le Paisty Vert / Bild10: Starssenschild / Bild11: Blick auf die Landestelle der Green Howards.