Le Pont Chausse

Le Pont Chausse ist ein kleiner Weiler der sich unmittelbar am Strand des Gold Beach befindet und nahe der heutigen D514 liegt. Zur Zeit der Invasion wn35 1944errichteten die deutschen Verteidiger das WN35 auf dem kleinen Weiler (siehe Bild links, roter Kreis). Das Widerstandsnest war teilweise geschützt durch eine 1-3 Meter hohe Panzermauer die entlang des Strandes verlief. Der Stützpunkt bestand aus sechs Bunkeranlagen und einer 50mm Panzerabwehrkanone. Die Besatzung bildeten Teile des 441 Ost-Bataillon. Im Westen lag das WN36 bei Asnelles (damals Le Hamel), im Osten hingegen das WN33 bei Ver-sur-Mer. Der A-Company, unter dem Kommando von Captain F. Honeyman, der 6th Green Howards wurde zugeteilt das Widerstandsnest 35 zu nehmen. Zuvor sollte die Company  an dem kleinen Weiler Le Paisty Vert, der ca. 500 Meter entfernt in östliche Richtung lag, an Land gebracht werden um dann entlang der Dünen sich dem Widerstandsnest 35 zu nähern. Im Vorfeld wurde der Stützpunkt Opfer schwerer Artillerieangriffe. Bereits im Morgengrauen eröffneten vier Zerstörer und zwei LCT(R)''s das Feuer auf die Stellungen. Noch kurz vor der Landung der Infanterie an dem Strandabschnitt wurde WN35 Opfer schwerer Bombenangriffe die durch drei Wellen geflogen wurden und 42 Tonnen Bomben über den Stützpunkt abwarfen. Um 7:25Uhr sollten dann die Männer der A-Company der Green Howards bei Le Paisty Vert an Land gehen. Unterstützt wurden die Männer dabei durch das X Breaching Squadron welches aus Teilen des 81st Assault Squadron und Teilen der Royal Dragoon Guards bestand. Das X Breaching Squadron brachte dabei DD-Panzer, Sherman Crabs und AVRE-Panzer an Land. Unmittelbar nach der Landung bewegte sich die A-Company mit Unterstützung der Panzer in westliche Richtung entlang der Dünen auf das WN35 zu. Die Männer der A-Company gerieten bei ihrem Vormarsch in schweres Granatfeuer das von WN35a zu kommen schien und mussten unterhalb der Panzermauer Deckung suchen um sich im Schutz der Mauer weiter vorwärts zu bewegen. WN35a lag auf einem Höhenzug der sich wenige hundert Meter hinter den Dünen langsam erhob (WN35a war ein eigenständiger Stützpunkt und wird oft mit der Batterie Mont Fleury verwechselt oder als das Selbige bezeichnet). Cpt. Honeyman wurde bei dem Vormarsch auf das Widerstandsnest verwundet. Die Unterstützung der Panzer nahmen das WN35 unter gezieltes Feuer ehe die Männer der Green Howards und Captain F. Honeyman das Widerstandsnest erreichten. Mit Hilfe von Granaten und Unterstützung der AVRE-Panzer fielen die Männer in den Stützpunkt ein und zwangen die Teile des Ost-Bataillon zur Aufgabe. Den verschiedenen Companys des 6th Battailon gelang es unteranderem die Batterie Mont Fleury zu nehmen und das WN35a zu überwinden ehe das Battailon sich später am Hill 52 nördlich von Crepon sammelte. Das Battailon bewegte sich schließlich landeinwärts um am Ende des Tages bis in den Raum um Brecy und Creully vorzudringen. Cpt. Honeyman fiel wenige Tage später am 11. Juni bei einem Angriff auf die Ortschaft Cristot. Heute erinnert nur noch wenig an die Kämpfe um WN35. Die Panzermauer wurde abgetragen, lediglich verschiedene Bunkerreste lassen auf den ehemaligen deutschen Stützpunkt schließen. Flut und Ebbe bewirken das Teile der Anlagen langsam im Sand versinken. Ein Denkmal oder Gedenktafel ist im Bereich des WN35 nicht zu finden.

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Bild1: Blick in östliche Richtung / Bild2: Ehemaliger Unterstand / Bild3: Blick von der D514 auf das ehemalige WN35 / Bild4 und 5: Reste des WN35 / Bild6: Zufahrt zum WN35 / Bild7: Ehemaliger Unterstand / Bild8: Blick auf WN35a / Bild9, 10, 11 und 12: Reste des WN35.