Hindernisse gegen Luftlandungen

Um das Hinterland der Invasionsküste gegen evtl. Luftlandungen und Fallschirmjäger zu schützen errichteten die Deutschen unter der Führung von Erwin Rommel und der Organisation Todt zahlreiche Hindernisse um evtl. Landungen große Verlust zuzufügen oder gar zu verhindern. Auch hier kamen die sog. ueberflutungen Rommelspargel zum Einsatz die auch schon an den Stränden verbaut wurden. Hierbei handelte es sich um Pfosten die in einem Abstand von ca. 3 bis 5 Metern in die Erde getrieben wurden und mit Stacheldraht oder Minen versehen wurden und untereinander teilweise mit Draht verbunden waren. Sie sollten die landenen Flugzeuge oder Lastensegler aufreißen oder detonieren. Diese "Spargelfelder" kamen in hoher Anzahl hinter dem Utah Beach vor, da das Gelände und die weiten, flachen Weiden eine Luftlandung begünstigten. Zusätzlich zu den Rommelspargeln wurden große Ackerflächen Überflutet die evtl. auch als Landezonen von Fallschirmeinheiten dienen konnten. Auch hier war das Gebiet hinter Utah Beach bei Le Dunes de Varreville und die Gebiete entlang der Flüsse Douve und Merderet Hauptteil der Überflutungen. Am Omaha Beach/Gold Beach wurde der Fluss Aure überflutet und überschwemmte das Gebiet landeinwärts. Am östlichen Teil der Landungsstrände bei Amfreville oder Benouville wurde das Flusstal des Dives geflutet um Landungen durch Lastensegler zu verhindern. Ebenfalls wurden auch Wasserhindernisse zum Schutz der eigenen Stellungen verwendet. So sollten zum Beispiel bei Ouistreham am Sword Beach oder bei Colleville-sur-Mer am Omaha Beach die Überflutungen oder Wassergräben die eigenen Stellungen schützen und einen Vormarsch feindlicher Truppen gegen die Stellungen verhindern. Die Überflutungen der jeweiligen Täler beeinträchtigte allerdings auch die deutschen Truppen im Nachschub, Meldewege waco gleiter oder Bauarbeiten am Atlantikwall. Oft mussten durch die Überflutungen weite Umwegen gemacht werden da die Gebiete nicht mehr direkt zugänglich waren. So kam es vor das durch die Überschwemmungen im Sektor der 345. Division Umwege beim Bau von Küstenbefestigungen von fast 20 Kilometern gemacht werden mussten. Was den Zeitplan zur Fertigstellung des Atlantikwalls in diesem Bereich stark beeinträchtigte. Begünstigt wurde die Verteidigung der Deutschen gegen evtl. Luftlandungen ebenfalls durch die Bocage. Hierbei handelt es sich um dicht bewachsene, hunderte Jahre alte Hecken die sich durch die ganze Normandie ziehen und ein undurchschaubares System aus Hecken und Bäumen bildet. Teilweise wachsen die Hecken bis zu 4 Meter in die Höhe und dadurch wie eine undurchdringliche Mauer wirken die sich mehrere Kilometer an einem Stück durch das Gelände zieht. Am Tag der Landung fügten die Hindernisse den Luftlandetruppen teilweise hohe Verluste zu, so ertrank eine hohe Anzahl an Fallschirmspringern in den überfluteten Gebieten oder Lastensegler wurden an den Rommelspargeln zerrissen.