Courseulles-sur-Mer

Courseulles-sur-Mer ist eine kleine Austernstadt die mitten im Landungsgebiet des Juno Beach liegt. Courseulles-sur-Mer ist direkt am Strand gelegen und bildet die Flussmündung zur Seulles die sich weit in das Hinterland zieht. Zur Zeiten der Invasion wurde Courseulles-sur-Mer von den deutschen 5 2Truppen stark befestigt um eine Einnahme des Ortes, die Landung am Strand und die Flussmündung der Seulles zu sichern. Zahlreiche Bunker, Panzerabwehrkanonen und MG-Stellungen durchzogen den Strand, die Flussmündung und das Stadtgebiet. Courseulles-sur-Mer gehörte damit zu den am stärksten befestigten Sektoren am Juno-Beach. Westlich der Seulles-Mündung befand sich das WN31, östlich der Mündung wurde das WN29 errichtet. Hinter der Ortschaft gelegen befand sich das WN30. Die Widerstandsnester wurden stark befestigt, was eine Einnahme von der Strandseite sehr schwer machte. Östlich der Seulles-Mündung gingen am frühen Morgen des 6. Juni die kanadischen Truppen der Royal Winnipeg Rifles an Land. Westlich der Mündung landeten Truppen der Regina Rifles. Unterstützt wurden diese Verbände durch Truppen der First Hussars und der 1. Canadian Scottish die ebenfalls nahe der Stadt weiter westlich landeten. Die landenen Verbände erlitten durch das Abwehrfeuer in den ersten Stunden der Invasion schwere Verluste und konnten nur mit Mühe den Strand überwinden und sich in das Zentrum des Ortes gegen 8:00Uhr vorkämpfen. Während den ersten Stunden der Invasion verloren die Kanadier 34 von insgesamt 40 Panzern im Gebiet um Courseulles-sur-Mur und der Seulles. Einige Einheiten verloren am Strand und in den Strassen fast die Hälfte ihrer Männer. Gegen 8:30Uhr fiel dann die deutsche Kommandantur in kanadische Hände. Der Ort konnte dann gegen 10:00Uhr von den Kanadiern befreit werden. Ab dem 8. Juni wurde der Hafen von Courseulles-sur-Mer als Versorgungshafen für die alliierten Nachschübe in Betrieb genommen. Dieser Hafen wurde solange genutzt bis der künstliche Hafen vor Arromanches fertig gestellt wurde und seinen Betrieb aufnehmen konnte. In Courseulles-sur-Mer wurden so täglich fast 2000 Tonnen Material an Land gebracht. Die engen Straßen von Courseulles-sur-Mer waren für eine so hohe Anzahl an Fahrzeugen und Material jedoch nicht ausgerichtet und so kam es das der Vormarsch durch die Ortschaft durch Staus in den Straßen immer wieder zum Erliegen kam. Damit die Versorgung über den Hafen durch den Seegang nicht beeinträchtigt wurde wurden zehn Schiffe im Meer vor dem Ort versenkt die als Wellenbrecher dienen sollten. Nahe der Ortschaft ging unteranderem am 14. Juni General de Gaulle an Land, heute erinnert dort ein Lothringer Kreuz in den Dünen. Heute erinnern eine hohe Anzahl von Denkmäler und anderen Gegenständen an die schweren Kämpfe der damaligen Zeit. so findet man am Hafen eine 50mm Panzerabwehrkanone. Im Ort ist außerdem ein DD-Panzer zu finden der am 6. Juni im Meer versank. 27 Jahre später wurde dieser Panzer mit dem Namen "Bold" geborgen, restauriert und als Denkmal im Ort platziert. Weiter erinnert ein hölzernes Schwert östlich der Seulles-Mündung an die Truppen der Royal Winnipeg Rifles die hier an Land gingen. Hinter den Dünen westlich der Seulles-Mündung ist heute das Museum "Juno Beach Center" zu besichtigen, auch hier befindet sich ein Denkmal in Form eines alliierten Artilleriegeschütz, das Museum wurde auf dem Gelände das ehemaligen WN31 errichtet.

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Bild1: Blick auf den Zugang zum Strand westlich der Seulles, WN31 / Bild2: 50mm PAK an der Strandpromenade / Bild3: Statue vor dem Museum / Bild4: Strandzugang vor dem Museum / Bild5: Blickrichtung vom Strand zum Museum / Bild6: Zertsörter Bunker an der Seulles-Mündung, Teile des WN31 / Bild7: Zerstörter Bunker des WN31 westlich der Seulles / Bild8: Sicht auf auf Bunkeranlagen vor dem Museum / Bild9: Der Strand vor Courseulles-sur-Mer in östliche Richtung / Bild10: Das Museum "Juno Beach Center" in Courseulles-sur-Mer gleich hinter den Dünen / Bild11: Die engen Strassen von Courseulles-sur-Mer / Bild12: Die Dünen und der Strand vor dem "Juno Beach Center" / Bild13: Der Panzer "Bold" / Bild14 und 15: Blick auf den westlichen Strand und der Landezonen der Regina Rifles / Bild16: Blick über die Seulles-Mündung auf die Landezone der Winnipeg Rifles.