Wann erfolgt die Invasion

Nachdem die Schlacht im Atlantik und die Luftschlacht über England verloren waren war der Führung der Wehrmacht eindeutig klar das eine landung 2Landung der Alliierten von England her bevorstand. Die deutschen Geheimdienste taten alles daran mögliche Termine oder Überraschungsangriffe der Alliierten aufzudecken. Aufgrund von Operation Fortitude und anderen Faktoren gelang es ihnen jedoch nicht den genauen Zeitpunkt und den Ort der Landung zu orten auch wenn man mit der Invasion fest rechnete. Ab 1944 verdichteten sich jedoch die Anzeichen auf ein Bevorstehen der Invasion, so wurden ab Mai 1944 verstärkte Aktivitäten der Resistance verzeichnet. Außerdem änderten die Alliierten ihr Verschlüsselungssystem vorzeitig, was sonst nur alle drei Monate der Fall war. Die Geheimdienste der Deutschen sagten daher eine Invasion der Alliierten in einem Zeitraum zwischen dem 20. Mai und dem 10. Juni voraus. Jedoch war die Führung der Deutschen davon überzeugt das die Alliierten zu diesem Zeitpunkt noch nicht über die nötigen Schiffe verfügten um eine ausreichend große Invasionsarmee an die Küsten in Frankreich zu bringen. Anfang Juni 1944 beurteilte die Führung der Deutschen außerdem die Lage so das nicht genügend Luftangriffe und andere Anzeichen für eine unmittelbar bevorstehende Invasion durch die Alliierten durchgeführt wurden. Außerdem wechselte in diesen Tagen das Wetter. Eine Schlechtwetterfront legte sich über den Norden Frankreichs was die Deutschen zusätzlich in dem Glaube ließ das bei diesen Wetterverhältnissen keine Landung erfolgen würde da der Seegang eine Landung von Truppen unmöglich machen würde. In der Tat wurde die Invasion durch das schlechte Wetter verschoben. Jedoch nur von dem 5. Juni auf den 6. Juni, da eine Verbesserung der Wetterlage durch die Meteorologen vorausgesagt wurde. Auch hier gab es eindeutige Anzeichen rommelfür eine Landung, ein Konvoi der über die Verschiebung der Landung nicht informiert wurde fuhr weiter am 5. Juni auf die Küsten der Normandie zu. Erst kurz vor der englischen Insel Wight wurde dieser gestoppt. Alles das bemerkte die deutsche Aufklärung jedoch auch nicht. Und so blieb der Invasionsbeginn weiter unbemerkt. Bedingt durch das schlechte Wetter war die Führung unter Rommel so überzeugt davon das eine Invasion in den nächsten Tagen nicht bevorstand das Rommel sogar die Normandie verließ um seine Frau in Deutschland zu besuchen die Geburtstag hatte. Alles das führte dazu das keine Erwägungen gezogen wurden um die deutschen Verbände in Alarmbereitschaft zu versetzen. Die Lage in der Führung änderte sich jedoch als gegen Mitternacht des 6. Juni erste Luftlandungen über der Contentin Halbinsel und bei Caen gemeldet wurden. Kurz nach Mitternacht des 6. Juni 1944 wurde die 7. Armee in der Normandie in Alarmbereitschaft versetzt. Jedoch rechnete die Führung nicht damit das diese Landungen in Verbindungen mit der Invasion standen und beurteilten die anfänglichen Luftangriffe eher als kleinere Kommandounternehmen. Auch Luftangriffe auf normannische Ziele wurden nicht weiter beachtet da diese in der Vergangenheit häufiger der Fall waren. So verzichtete die Führung auf eine See- und Luftaufklärung, auch das Wetter sollte nach Meinung der Deutschen noch zu schlecht für eine Landung sein. Um drei Uhr morgens wurden dann einige Schiffe östlich von Omaha Beach gesichtet. Die Lage in den Luftlandegebieten war zu dieser Zeit noch völlig unübersichtlich und wurde noch immer völlig falsch eingeschätzt. Die Führung entschloss sich nun eine Aufklärung durch Torpedoboote, die von Cherbourg her kamen, vorzunehmen. Jedoch bemerkte die Aufklärung weiter nichts, so dass eine Invasion von Seeseite her nicht in Betracht gezogen wurde. Zu diesem Zeitpunkt und wenig später wurde die Invasionsflotte vor der Küste aus von den verschiedenen Widerstandsnestern an den verschiedenen Strandabschnitten gesichtet. Kurz darauf setzte die Schiffsartillerie der Alliierten mit der Beschießung der Küstenstellungen ein und die Invasion hatte begonnen. Tausenden von Soldaten, Flugzeugen und Schiffen war es gelungen unentdeckt den Ärmelkanal zu überwinden und an den französischen Stränden zu landen. Noch bis September rechnete die deutsche Führung damit das die Invasion in der Normandie nicht die Hauptinvasion sein sollte sondern die große Invasion am Pas-de-Calais stattfinden sollte.