Omaha Beach

Omaha Beach, erstreckte sich über eine Gesamtlänge von ca. 10 Kilometer. Das Kerngebiet der Landungstruppen lag jedoch zwischen Vierville-sur-Mer und Colleville-sur-Mer und ist etwa 5 Kilometer lang. Der größte Teil dieses Landungsabschnittes besteht aus bis zu 30 Meter hohen felsigen Abschnitten. Teilweise sind die Abhängen etwas flacher und nach hinten p011401 gelegen und mit Grass bewachsen. So auch in der Landezone Omaha zischen Vierville-sur-Mer und Colleville-sur-Mer. Davor erstreckt sich bei Ebbe ein ca. 200 Meter breiter Sandstrand. Die Beschaffenheit des Geländes nutzten die Verteidiger für sich, so wurden ca. 85 Bunker, Stacheldrahtverhaue, Strandhindernisse und Unterstände im gesamten Abschnitt errichtet. Insbesondere an der Pointe du Hoc östlich von Grandcamp macht das sehr deutlich. Das war auch der Grund warum die Hauptlast in den Bereich Vierville-sur-Mer bis Colleville-sur-Mer gelegt wurde. Hier bestand der Wiederstand aus 13 Widerstandsnestern, zusätzlich noch 2 im Hinterland die entlang der 5 Kilometer langen Bucht errichtet wurden. Sie hatten die Aufgabe die Ausgänge der Bucht mit dem steil ansteigendem Gelände zu sichern und den Strand unter Feuer zu nehmen. Die Bunker verfügten über Panzerabwehrkanonen, Granatwerfer, Maschinengewehre und sogar Flammenwerfer die teilweise in den Bunkern integriert waren. Die deutschen Verteidigungen waren mit Soldaten und Teile des 914. Inf.Rgt. und dem 916. Inf.Rgt. besetzt. Die beiden Regimenter waren jedoch nicht voll einsetzbar da die Regimenter, die zusammen etwa 12.000 Männer stellten meist aus keiner vollwertigen Truppe bestanden. Dazu kamen noch Mängel in Material und Ausrüstung. Dazu kam noch das die Verteidigungsstellungen bei weitem nicht fertig gestellt waren. Am Omaha Beach sollten die Verteidiger ihren Nachteil allerdings durch das Gelände wieder weg machen. Der Strand war zudem mit allerlei Hindernissen wie Tschechenigel, belgischen Toren und Rommelspargel verbaut worden. Die Amerikaner die als erste Truppen den Omaha Beach betreten sollten gehörten der 1. Inf.Div. der 29.Inf.Div an. Dazu kam das Ranger p012545Bat. das zur Aufgabe hatte die stark befestigte, 30 Meter hohe Pointe du Hoc zu erklimmen. Die 1. Inf. Div. sollte am östlichen Teil von Omaha landen, die 29. Inf.Div. am westlichen Teil des Strandes. Der Strand unterteilte sich in die durch die alliierten benannten Sektoren Charlie, Dog Green, Dog White, Dog Red, Easy Red, Fox Green und Fox Red. Um 4:30 Uhr des 6. Juni 1944 wurden ca. 10 Kilometer vor der Küste 180 Landungsboote zu Wasser gelassen. Aufgrund des Seegangs wurden nahezu fast alle Amphibien Panzer die ebenfalls zu Wasser gelassen wurden versenkt. Das hatte zur Folge das die Landungstruppen nahezu alleine und ohne Unterstützung der Panzer an Land gehen mussten. Die ersten Truppen landete völlig durchnässt um ca. 6:30 den Strand. Die Truppen waren dem vollen Abwehrfeuer der Deutschen ausgeliefert da die Verteidigungsanlagen noch fast vollständig einsatzbereit waren. Was daran lag das die vor der Landung erfolgten Bombardements und Beschuss durch die Zerstörer vor der Küste zu weit in das Hinterland gelegt wurde. Die Amerikaner erlitten dadurch erhebliche Verluste und es spielten sich am Strand schreckliche Szenen ab. Der Film der Soldat James Ryan macht das sehr deutlich. So wurden die Landungstruppen schon in ihren Booten unter schweres Feuer genommen. Am Strand selber gab es keine Deckungen oder Ausweichmöglichkeiten. Die Soldaten die es bis an den Strand schafften konnten mit ihren leichten Waffen die durch den Sand und das Salzwasser teilweise nicht mehr einsatzbereit waren den gut befestigten deutschen Verteidigern nichts entgegen setzten oder unter gezieltes Feuer nehmen. Der erste Durchbruch gelang erst gegen 9:00 im Sektor Dog White unter hohen Verlusten, das Abwehrfeuer war hier allerdings nicht so stark wie in den anderen Sektoren. In den ersten 2 Stunden waren die Verluste an den anderen Sektoren des Strandabschnitt p011350 so hoch das die Führung sogar überlegte den Kampf am Omaha Beach abzubrechen. Gen. Bradley entschied jedoch später einige Zerstörer näher an den Strand zu ziehen und die Verteidiger erneut unter Beschuss zu nehmen. Der Beschuss war diesmal so gezielt gegen die deutschen Stellungen gerichtet das es den Truppen am Strand möglich war sich unter den Klippen, am Vorstrand und unter den Hängen direkt unter den Verteidigern zu verschanzen. Um ca. 13:00Uhr mit Unterstützung der jetzt an den Strand gelandeten Panzern wurden weitere Widerstandsnester eingenommen. Weiterhin bedrohlich war die Lage der Truppen vor dem WN62 im Sektor Easy Red und Fox Green. Hier erlitten die Truppen der Amerikaner besonders hohe Verluste. Erst durch den Einsatz der Zerstörer und mangelnder Munition auf deutscher Seite war es den Truppen möglich auch diese Sektoren frei zu machen, die Ausgänge aus der Bucht zu sichern und Raum zu gewinnen. Am Ende des Tages hatten die Amerikaner einen Korridor von ca. 5 Kilometern Länger und 1 bis 2 Kilometer Tiefe erkämpft in dem sich ca. 30.000 Soldaten befanden. Eine Verbindung zum Nachbarsektor an der Pointe du Hoc konnte allerdings erst am 8. Juni hergestellt werden. Die Verluste an diesem Tag belaufen sich auf amerikanischer Seite bei etwa 2000 Mann, auf deutscher Seite etwa bei 3000 Mann. Der Strand erlangte an diesem Tag den traurigen Namen „Bloody Omaha“.

 

Pointe du Hoc

Hierbei handelt es sich um ein Artilleriestellung die auf einem ca. 30 Meter hohen Küstenfelsen errichtet wurde. Die Stellung liegt im westlichen teil des Omaha Beach und ist räumlich von der Bucht bei Vierville-sur-Mer getrennt. Die Anlage war ebenfalls wie die anderen Bereiche durch Bunker, Minen, MG-Nester und Unterstände gesichert. Die Aufgabe dieser Operation bestand darin die deutschen Artilleriestellung und ihre p013481155mm Geschützen zu zerstören die in der Lage war die Landungstruppen am Omaha Beach und Utah Beach unter Feuer zu nehmen. Da die Stellung den schweren Bombardements stand hielt wurde nun das 2. Rangerbat. unter der Führung von James E. Rudder damit beauftragt die Stellung am frühen morgen des D-Day zu zerstören.Der Angriff sollte durch 225 Männern erfolgen die mit Haken, Seilen und Leitern die Klippen der Felsen emporklettern sollten. Die Landungsboote erreichten gegen 6:30Uhr die Felsen der Pointe du Hoc. Eine halbe Stund später als geplant, da Wetter und Navigationsprobleme eine Landung nach Plan nicht möglich machten. Die Deutschen leisteten erbitterten Widerstand, warfen Handgranaten, kappten die Seile und warfen lt. Veteranen sogar Felsenbrocken die Klippen hinunter. Den Rangern gelang der Aufstieg und nach einem ca. 60 min Gefecht war die Stellung unter eher geringen Verlusten durch die Ranger genommen worden. Die Kanonen waren allerdings schon unter den schweren Bombenangriffen von den Deutschen in das Hinterland gebracht worden. Die Ranger fanden durch eine Patrouille jedoch die Kanonen ca. einen Kilometer weiter süd-östlich in einem Obstgarten und zerstörten diese noch am selben Tag der Invasion. Die Ranger errichteten am 6. Juni auf der Pointe du Hoc eine Verteidigungsstellung die in den folgenden beiden Tage mehrmals durch deutsch Gegenangriffe angegriffen wurde. Die Ranger wurde dabei teilweise bis auf 150 Meter an den Klippenrand zurück gedrängt. Am 8. Juni wurden die Ranger dann durch heranrückende Truppen die vom Omaha Beach kamen abgelöst und aus Ihrer Situation befreit. Von den 225 Männern waren nach diesen Tagen noch ca. 90 Männer kampffähig.