Utah Beach

Utah Beach erstreckt sich über eine Länge von ca. 5 Kilometern von La Madeleine im Osten bis Varreville im Westen und bildete den westlichsten Abschnitt der Landungen am D-Day. Das Gelände um Utah Beach besteht aus einem sehr flachen Strand, der bei Ebbe tief in das Meer reicht. Der Strand endet mit sehr flachen und langsam ansteigenden, breiten Dünen. Die Dünen ziehen sich breit in östliche Richtung weiter fort. Das p011943Hinterland am Utah Beach ist flach bis leicht hügelig. Das Hinterland ist sumpfig und durchzogen von der Bocage (dichte Hecken). Die Deutschen hatten das Land teilweise wegen seiner Beschaffenheit gefluten und mit Hindernissen gegen Luftlandungen gesichert. Utah Beach spielte eine große Rolle am D-Day. So hätten die Alliierten bei einem Scheitern der Invasion an den anderen Landungsstränden weiterhin durch Utah die Möglichkeit Cherbourg im Norden und damit einen Tiefseehafen zu erobern, was zur Versorgung der Truppen eine wichtige Rolle spielte. Den nur durch einen Tiefseehafen konnte wichtiges Kriegsmaterial an Land gebracht werden. Die Dünen von Utah Beach waren mit Widerstandsnestern durchzogen die zum Zeitpunkt der Invasion über große Kampfkraft verfügten. Zusätzlich konnte der Strand durch zahlreiche Artilleriestellungen im Hinterland unter Feuer genommen werden. Die Widerstandsnester am Strand verfügten über Maschinengewehre, Panzerabwehrkanonen und Granatwerfer. Teilweise waren die Bunker wie Ameisenbauten unterirdisch miteinander verbunden. Der Strand selber war wie alle Strände durch Hindernisse, Panzersperren und Minen unpassierbar gemacht worden. Die Deutschen besetzten die Verteidigungsanlagen allerdings zum größten Teil aus nicht ausreichendem Personal, so kamen älter Soldaten und sogar ca. 2500 georgische Soldaten zum Einsatz. Kommandeur der Division am Utah Beach sagte dazu treffend: „Wie will man mit russischen Soldaten die für Deutschland kämpfen in Frankreich einen Krieg gegen Amerika gewinnen?“ Hinzu kam auch das die deutschen Verbände in diesem Raum nur Pferdekarren zu Transportwegen zur Verfügung standen, was sich später bei den Kämpfen in diesem Raum mit schlimmen folgen p011976zeigte. So musste ein großer Teil der Geschütze gesprengt werden da keine Möglichkeiten bestanden diese zu transportieren. Die Amerikaner der 4. Inf.Div. landeten um 6:30 am Strand von Utah Beach dem ein heftiges Artilleriefeuer und Bombardement vorausging. Die Truppen wurden allerdings durch die starken Winde ca. 2 Kilometer weiter östlich bei La Madeleine an Land gesetzt. Die Truppen konnten durch die Ebbe die Strandhindernisse gut ausmachen so das diese keine Bedrohung darstellten. Die Truppen griffen auf einer Länge von ca. 1  Kilometern an. Unterstützt durch eine Nebelwand, das planmäßige landen der Panzer und die große Zerstörung der Verteidigung durch die Schiffsartillerie führte dazu das die Landungsverbände ohne große Gegenwehr landen konnten. Die Deutschen zeigten keine große Gegenwehr mehr, nur leichtes und ungezieltes MG-Feuer und eine geringe Anzahl an kleinen Sprengpanzern Namens Goliath setzten die Verteidiger den Angreifern entgegen, was jedoch keine Wirkung hatte. Beeindruckt und geschockt von der Übermacht der Landungstruppen und der Zerstörungskraft der Schiffsartillerie zogen sich die Deutschen schnell zurück. Die Artillerie der Deutschen war schon in der Nacht auf den 6. Juni und im Morgengrauen durch alliierte Fallschirmtruppen fast vollständig außer Gefecht gesetzt worden. Ursprünglich sollte die Landung weiter westlich des Strandes erfolgen, was aber wie schon erwähnt durch die starken Winde verhindert wurde und sich als Glücksfall rausstellte, da die Verteidigung im Westen weitaus stärker war. Die Landung erfolgte dann sehr rasch, so dass die Truppen schnell im Gebiet vorrücken konnten und sich schon mittags mit Luftlandeeinheiten bei Pouppeville vereinigen konnten. Die Amerikaner konnte am Abend des 6. Juni etwa 23.000 Soldaten, 1700 Fahrzeuge und 1800 Tonnen Material an Land bringen.Die Verluste auf der Seite der Amerikaner lag bei etwa 200 Männern.