Juno Beach

Juno Beach war der Landungsstrand der 3. Kanadischen Infanterie Division unter der Führung von Major Keller. Der Landesstrand war unterteilt in die Sektoren Mike und Nan. Der Landungsstrand beginnt östliche der Ortschaft Ver-sur-Mer und geht bis in die Gegend um Langrune-sur-Mer und Luc-sur-Mer und hat eine Länge von ca. 10 Kilometern. Die Orte lagen damals fast alle noch weiter hinter dem Strand, erst später wurden die Orte so p000005erweitert das sie wie heute bis an den Strand reichen. Damals lagen lediglich kleine Badestationen der Orte am Strand. Der Strand in diesem Gebiet ist sehr schmal und zieht sich über das ganze Landungsgebiet. Teilweise ragen die Dünen sogar bis in das Meer. In diesem Abschnitt gab es keine Moorlandschaften im Hinterland wie es an Gold der Fall ist. Allerdings findet man im Hinterland ein Mündungsdelta, die Seulles. Die Seulles besitzt eine relativ großen natürlichen Hafen, der aber schon am Landungstag von den Alliierten Truppen genommen wurde. Die hier stationierten Truppen der 716 Inf.Div. unter General Richter verfügten in diesem Abschnitt über unzureichende Artillerie im Hinterland. Jedoch waren die Häuser in Strandnähe und die Bunker die teilweise direkt am Strand standen zu einer beachtlichen stärke ausgebaut worden. Sie verfügten über schwere und leichte Panzerabwehrkanonen, Maschinengewehrstellungen und Granatwerferstellungen. Den Vorteil den die deutschen Verteidiger durch die direkt am Strand gebauten Bunker hatten bestand darin das die Deutschen so die Möglichkeit hatten die Landungsboote direkt und in der Flanke unter Beschuss nehmen zu können. Insgesamt legten die Besatzer in diesem Abschnitt ca. 12.000 Minen. Der Strand war wie auch an jedem anderen Abschnitt stark verbaut mit Hindernissen. Insgesamt hatten die Kanadier für die Landung rund 11.000 Männer, zum Teil auch Briten und 2000 Fahrzeuge. Wie an alle Stränden erfolgte vor der Landung ein heftiges Bombardement um 04:00Uhr. Die Verbände selber landete zwischen 7:45Uhr und 8:00Uhr. Aufgrund von starker Strömungen und den Überfluteten Strandhindernissen war es der Flotte nicht möglich die Panzer rechtzeitig an Land zu bringen. Viele Boote liefen auf Unterwasserminen p010452was zur Folge hatte das die Truppen am Strand ohne Deckung auskommen mussten. Das Abwehrfeuer der Deutschen war so stark das die Truppen der Alliierten in der ersten Stunde die Hälfte ihre an Land gegangenen Männer verlor. Die Verluste in dieser Zeit am Strand sind vergleichbar mit denen am Omaha Beach. Als die Panzer zur Verstärkung an den Strand rollten wurde ein Großteil durch die PAK-Stellungen der Deutschen zerstört. Es gelang jedoch kleinen Einheiten in den Rücken der Verteidiger zu gelangen und mit Hilfe der verblieben Panzer diese erfolgreich zu bekämpfen. Am östlichen Teil des Juno Beach bei Langrune-sur-Mer blieb der Angriff durch den starken deutschen Widerstand stecken und ein Zusammenschluß mit den Truppen am Sword Beach konnte nicht erreicht werden. Durch den starken Widerstand an der Küste konnten die schweren Verbände nicht weiter vorrücken, was zur Folge hatte das die Fahrzeuge am Strand teilweise von der wiederkehrenden Flut überspült wurden. Nach dem endgültigen Durchbruch gelang es den Kanadiern einen Brückenkopf von ca. 8 bis 12 Kilometer zu errichten. Hierbei gelang es auch die Strasse zwischen Bayeux und Caen zu kreuzen, die jedoch aufgrund mangelnder Unterstützung der Infanterie wieder geräumt werden musste. Die Kanadier hatten es geschafft sich mit den Truppen westlich am Gold Beach zu verreinigen. Ein wichtiges Ziel, den Flugplatz Carpiquet bei Caen zu nehmen gelang den Kanadiern nicht, befanden sich dort aber in aussichtsreicher Position. Im Osten des Dorfes Langrune dauerten die Gefechte noch bis in die Nacht hinein an und die Ortschaft konnte erst am folgendem Tag ganz genommen werden. Dort gelang es den Truppen der Kanadier unter großen Verlusten nicht sich noch am 6. Juni mit den Truppen am Sword Beach zu vereinigen. Was zur Folge hatte das erts am 7. Juni 1944 ein Zusammenschluß der beiden Strandabschnitte gelang. Die Kanadier brachten am 6. Juni ca. 21.000 Männer an Land. Die Verluste sollen sich auf ca. 1000 Mann beziffern.