Luftlandeunternehmen

Operation Tonga

Um 00:15Uhr in der Nacht auf den 6. Juni 1944 lief die Operation Tonga an. Hierbei handelte es sich um Luftlandetruppen der 6. Britischen Luftlandedivision die mit Gleitern und Fallschirmen in der Nacht die Brücken über die Orne und den Caen-Kanal nehmen sollten, die Brücken über den Dives zerstören und die Küstenbatterie Merville auszuschalten. Zusätzlich sollten die Truppen die Flüge der Invasion sichern um so zu 180px-pegasus_bridge_1944verhindern das feindlicher Nachschub an die Strände gebracht werden konnte.An der sogenannten Pegasusbrücke bei Benoville gelang es den Angreifern mit drei Lastenseglern bis auf 50 Meter an der Brücke zu landen. Ebenfalls landeten Segler an der Horsabrücke ohne Probleme. Unter dem Kommando von Major Howard war die Überraschung geglückt und die Pegasusbrücke war in nur zehn Minuten ohne großen Wiederstand und Verluste genommen worden. Ebenfalls reibungslos verlief die Einnahme der Horsabrücke bei Ranville. 40 Minuten nach der Einnahme der beiden Brücken landeten weitere Fallschirmtruppen zur Verstärkung der Angreifer. Die Truppen mussten jedoch in diesem Bereich nur schwache Gegenangriffe der Deutschen abwehren. Am Nachmittag wurden die Gegenangriffe jedoch stärker da sich deutsche Truppen östlich des Caen-Kanals formierten.Der erste Zusammenschluss mit den Truppen am Strand gelang gegen frühen Nachmittag, vom Strand her gelang es dem 7. Bataillon unter Lord Lovat  sich bis zur Pegasusbrücke heran zu kämpfen. Ab da an mussten die Landungstruppen den Bereich um die Brücke heftig und mit großen Verlusten verteidigen. Den deutschen Truppen gelang es sogar stellenweise die Briten einzukesseln. Der Durchbruch an der Brücke gelang erst als um 21:15Uhr das Royal Warwickshire Regiment vom Sword Beach kommend sich mit den Truppen an der Brücke vereinigte.Die Sprengung der Brücken über den Dives bei Troarn, Bures, Robehomme und Varaville gelang ohne Probleme.Ein weiterer Teil der Operation Tonga lag wie schon erwähnt darin eine Artilleriestellung bei Merville zu zerstören. Die Batterie war im Fall einer Invasion in der Lage den westlich gelegenen Sword Beach unter schweres Feuer zu nehmen. Die Einnahme der Batterie gelang nur unter hohen Verlusten die bei etwa 50% lagen. Zeitweise gelang es den Deutschen sogar die Batterie wieder zu erobern. Sie waren jedoch nicht in der Lage den Strand am Sword Beach unter Sperrfeuer zu nehmen.

 Operation Boston und Albany

Diese Namen waren die Decknamen für die Landung der amerikanischen 82. (Boston) und der 101. (Albany) US-Luftlandedivision. Die "Drop Zones" (Sprungzonen) sollte in sechs Bereiche aufgeteilt werden. Der 82. Lufttlandedivision wurden dabei die Landezonen N,T und O zugesprochen. Drop Zone N war dem 508. PIR zugeteilt worden die die Augfabe hatten wetlich des Merderts zu landen um den äußeren Rand des Landegebiets zu sichern. In Drop Zone T sollte das 507. PIR landen und verschieden Brücken über den Merderet nehmen. Das 505. PIR war für die Landezone O vorgesehen und sollte Ste.-Mere-Eglise nehmen sowie die Brücken bei La Fiere und Chef-du-Pont besetzen. Der 101. Luftlandedivision wurden die Landezonen A,C und D zugesprochen. In Landezone A sollte das 502. PIR landen und Die Strandausgänge Nr. 3 und 4 sichern sowie eine Batterie bei Saint-Martin-de-Varreville zerstören. Das 506. PIR sollte in der Drop Zone C landen und die Strandausgänge Nr. 1 und 2 besetzen, St.-Marie-du-Mont nehmen sowie Brücken über den Douve. Drop Zone D wurde dem 501. PIR zugeteilt deren Aufgabe es war Eine Veteidigungslinie am Fluß Douve zu errichten und 5 Brücken über den Fluß zu zerstören. Die Aufgabe der Truppen bestand also darin wie schon bei den Truppen an der Pegasusbrücke westlich der Orne sämtliche Schlüsselpositionen im Hinterland von Utah Beach zu besetzen  und so die westliche Flanke der Invasion zu schützen, den gelandeten Truppen den Vormarsch zu erleichtern und Gegenstöße der 180px-gliderattackd-daygmenofneptuneDeutschen in Richtung Küste abzuwehren. Die 101. Luftlandedivision unter M. Taylor sollte die Zufahrtsstrassen Richtung Utah Beach besetzen. Daher lagen die Landezonen dieser Truppen östlich der kleinen Stadt St-Mere-Eglise. Die 82.LL.Div. unter General Ridgway sollte den Ort St.-Mere-Eglise nehmen sowie die Brücken über den Merderet westlich der Stadt. Der Luftlandung voraus landeten gegen Mitternacht die sogenannten Pathfinder. Diese Gruppe aus Männern trugen unteranderem den berühmten Irokesenschnitt. Die kleinen Truppe hatte den Auftrag alleine in das feindliche Gebiet zu springen und die Landezonen für das eigentliche Unternehmen zu markieren. Nun folgten zwischen 00:00Uhr und 03.00Uhr ca. 13.000 Mann die mit fast 1000 Flugzeugen und Lastensegler heran gebracht wurden. Jedoch wurde die Landung der Truppen stark beeinträchtigt. Starkes Flakfeuer und das schlechte Wetter hatte zur folge das die Maschinen ihren Kurs nicht halten konnten, abstürzten, oder aus der Formation ausbrachen. Es soll sogar Fallschirmjäger gegeben haben die hinter Omaha Beach gelandet sind. Dadurch kam es vor das die Truppen völlig durcheinander in dem Einsatzgebiet landeten und ihre Landungszonen verfehlten. So kam es vor das Männer der 82. LL.Div. und Männer der 101LL.Div. Seite an Seite kämpften wie beispielsweise in St.-Mere-Eglise. Für große Verluste sorgten auch die durch die Deutschen überschwemmten Felder und Sümpfe, so dass viele Männer dort ertranken. Viele Lastensegler fielen den Hindernissen gegen Luftlandungen zum Opfer. Die ganze Landung wurde zusätzlich noch durch die Bocage (hohe und dichte Hecke) erschwert. Das Großmaterial war durch diese Hindernisse in der Landung nur bedingt einsetzbar. Besonders schwer hatte es die 101.LL.Div., sie war bis zu diesem Zeitpunkt kampfunerprobt und konnte nur etwa 80% ihrer Männer an den Boden bringen.  Eine Stunde nach der Landung konnte die Division nur ca. 1000 kampfbereite Männer stellen. Der Rest war weit über das Gebiet verstreut worden, hatte keine Ausrüstung, Offiziere fehlten oder es fehlte die Orientierung um sich den anderen Einheiten anzuschließen. Die 1000 Männer waren ein sechstel der eigentlich gelandeten Truppen der 101.LL.Div. Am frühen Morgen konnten sich die Truppen jedoch langsam sammeln und formieren. Ihn gelang es die Zufahrtsstrassen zum Utah Beach zu nehmen und ihre Aufträge fast zu 100% zu erfüllen. Am Mittag gelang es den Einheiten der 101. LL.Div. sogar sich mit den Truppen vom Utah Beach kommend bei Pouppeville zu vereinigen. Die 82.LL.Div. traf es nicht ganz so schwer, zwar hatten die Truppen auch mit Wetter, Flakbeschuss und Formationsproblemen zu kämpfen, sie konnten sich jedoch einigermaßen schnell mit leichtem Gerät formieren. Die Springer sollten westlich des Merderet landen und z.B. das Dorf Amfreville nehmen, was ihnen nicht gelang. So kam der größte Teil der Einheiten östlich der Brücken und des Flusses am Boden an. Das hatte allerdings den Vorteil das die Truppen eine bessere Frontlinie Bilden konnten. Amfreville konnte so erst am 12. Juni genommen werden. Vorteile 180px-nazi_flagergaben sich durch den Sprungfehler auch in der Einnahme von St.-Mere-Eglise, so konnten die Kräfte gebündelt von Süden her in die Stadt einfallen und als Verstärkung derer Truppen dienen die zusammen mit Fallschirmjägern der 101.LL.Div. genau in der Stadt landeten. Aus Angst eingekesselt zu werden zogen sich die deutschen Verteidiger langsam aus der Stadt zurück. Vollständig besetzt war der Ort dann um 04:00Uhr. Vergleichbare Bilder spielten sich unter anderem auch in den Orten St.-Come-du-Mont und St.-Marie-du Mont ab, auch hier und vieler anderer Orts landeten die versprengten Fallschirmjäger mitten in den Städten und Dörfern und mussten sich gegen die Verteidiger behaupten. Weiter westlich waren die Kämpfe ebenfalls sehr verlustreich, hier litten die Einheiten immer noch darunter das die Einheiten sehr versprengt gelandet waren. Die Lage entspannte sich jedoch etwas am Morgen des 6. Juni als weitere Lastensegler eintrafen. Dennoch sollte die Kämpfe westlich der Landezonen noch mehrere Tage andauern. Die Lage der zum Zeitpunkt der Luftlandung wurde durch die Wehrmacht komplett falsch eingeschätzt, so wurden sogar zur Unterstützung der Verbände im Kampf gegen die amerikanischen Luftlandeeinheiten Truppen vom Strand abgezogen, was es später den gelandeten Truppen am Utah Beach einfacher machen sollte. So wurde z.B. gegen Mittag die Nachricht durchgegeben das die Luftlandungen im Hinterland von Utah Beach zerschlagen wäre. Was sich auch als schwer wiegender Fehler raus stellte. Die Verluste auf amerikanischer Seite lagen bei dieser Operation bei etwa 2.500 Männern.