Soldatenfriedhöfe

Hier findet man eine Übersicht der Soldatenfriedhöfe rund um die Normandie und Geschichten zu privaten Schicksalen die sich während der Invasion ereigneten.

Kanadische Friedhöfe:

Cintheaux: Zwischen Caen und Falaise/2958 Gräber, davon 2872 kanadische, 80 britische, 4 australische, 1 neuseeländisches und 1 französisches.

Beny-sur-Mer: In der Nähe von Courseulles/2049 Gräber, davon 2044 kanadische, 4 britische und 1 französisches.

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Amerikanische Friedhöfe:

Saint James: Zwischen Avranches und Fougeres/4410 Gräber, nur amerikanische, davon 20 Brüderpaare, in zwei Gräbern liegen jeweils gemeinsam 2 Soldaten, die Körper konnten nicht mehr getrennt werden .

Colleville-sur-Mer: Zwischen Arromanches und Vierville-sur-Mer/9386 Gräber, nur amerikanische, davon 4 Frauen, 1 Soldat aus dem ersten Weltkrieg, 1 Vater und Sohn liegen nebeneinander sowie 33 Brüderpaare.

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Britische Friedhöfe:

 

Banneville: Zwischen Caen und Troarn/2175 Gräber, davon 2150 britische, 11 kanadische, 5 australische, 2 neuseeländische, 5 polnische und 2 unbekannte Soldaten.

 

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Brouay: Zwischen Caen und Bayeux/377 Gräber, davon 375 britische und 2 kanadische.

 

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Cambes-en-Plaine: Zwischen Caen und Copurseulles/224Gräber, alle britische.

 

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Ryes: Zwischen Bayeux und Arromanches/979 Gräber, davon 630 britische, 21 kanadische, 326 deutsche, 1 australisches und 1 polnisches.

 

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Bayeux: Direkt in Bayeux/4648 Gräber, davon 3935 britische, 17 australische, 8 neuseeländische, 1 südafrikaner, 25 polnische, 3 französische, 2 tschechische, 2 italienische, 7 russische, 466 deutsche, 181 kanadische und 1 unbekanntes.

 

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Chouain: Zwischen Bayeux und Tilly-sur-Seulles/47 Gräber, davon 46 britische und 1 tschechisches.

Douvres: Zwischen Caen und Luc-sur-Mer/1123 Gräber, davon 927 britische, 11 kanadische, 3 australische, 180 deutsche, 1 polnische und 1 unbekanntes.

Fontenay-le-Pesnel: Zwischen Caen und Caumont-l''Evente/520 Gräber, 457 britische, 59 deutsche und 4 kanadische.

Hermanville-sur-Mer: Nahe der Küste/1005 Gräber, davon 986 britische, 13 kanadische, 3 australische und 3 polnische.

Hottot-les-Bagues: Zwischen Caen und Caumont-l''Evente/1137 Gräber, davon 965 britische, 34 kanadische, 132 deutsche, 3 australische, 2 neuseeländische, 1 südafrikanisches.

Ranville: Nahe der Pegasus Brücke/2562 Gräber, davon 2151 britische, 76 kanadische, 322 deutsche, 1 australisches, 1 belgisches und 2 unbekannte.

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Saint Manvieu Norrey: Zwischen Caen und Caumont-l''Evente/2183 Gräber, davon 1623 britische, 3 kanadische, 556 deutsche und 1 australisches.

 

Sequeville-en-Bessin: Zwischen Caen und Bayeux/117 Gräber, davon 98 britische, 18 deutsche und ein unbekanntes.

 

Tilly-sur-Seulles: Zwischen Caen und Balleroy/1222 Gräber, davon 986 britische, 232 deutsche, 2 neuseeländische, 1 kanadisches und 1 australisches.

 

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St. Charles-de-Percy: Nahe Beny-Bocage/789 Gräber, davon 786 britische und 1 kanadisches.

St.-Desir-de-Lisieux: Nahe Lisieux/598 Gräber, davon 569 britische, 16 kanadische, 6 australische, 5 südafrikanische, 1 neuseeländisches und 1 amerikanisches.

 

Polnischer Friedhof:

Urville-Langannerie: Nahe Grainville/615 Gräber, nur polnische.

Deutsche Friedhöfe:

La Cambe: Nahe La Cambe/21.222 Gräber, nur deutsche.

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Huisnes-sur-Mer: Nahe Mont St.Michel/11.956 Gräber, nur deutsche.

Marigny: Zwischen St.Lo und Coutances/11.169 Gräber, nur deutsche.

Orglandes: Nahe Valognes/10.152 Gräber, nur deutsche.

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St-Desir-de-Lisieux: Nahe Lisieux/3735 Gräber, nur deutsche.

Friedhöfe und ihre Schicksale:

Schicksale auf dem amerikanischen Friedhof in Colleville-sur-Mer...

Harold E. Sellers

-Der junge Soldat Harold E. Sellers sollte als Pathfinder der 101. Airborne Division als einer der ersten Männer in der Normandie landen. Seine Aufgabe lag darin die Sprungzonen für die folgenden Einheiten zu markieren. Nach Mitternacht sprang Sellers über der Normandie ab, er erreichte jedoch nie den Boden. Harold E. Sellers wurde nach der Invasion mit seinem Fallschirm tod in einem Baum hängend hinter dem Utah Beach gefunden. Harold E. Sellers liegt heute in Block F, Reihe 13, Grab 38.

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John P. Ray

- In der Nacht zum 6. Juni 1944 blieben die jungen Soldaten John Seele und Ken Russel mit ihren Fallschirmen an der Kirche in Ste.-Mere-Eglise hängen. John P. Ray landete nur wenige Meter von der Kirche entfernt und rettete den beiden Männern vor einem deutschen Soldaten das Leben der die beiden Männer zuvor entdeckt hatte. John P. Ray wurde dabei selber schwer verwundet und verstarb lt. Inschrift an seinem Grabstein am 7. Juni 1944. John P. Ray liegt in Block E, Reihe 26, Grab 36 beerdigt.

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Kenneth L. Hatcher

-Kenneth L. Hatcher nahm als Soldat an der Operation Cobra teil. Am 26. Juli 1944 wurde Hetcher und seine Einheit bei einem deutschen Gegenangriff von dem Rest seiner Division abgeschnitten und fiel am selben Tag. Hatcher war 26 Jahre alt und hinterließ eine Frau mit drei Kindern. Eines der Kinder war die erst sieben Monate alte Tochter die Kenneth L. Hetcher nie gesehen hatte. Kenneth Hatcher, Block C, Reihe 16, Grab 33.

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Gebrüder William L. Turner / Dennis T. Turner

-Die Brüder Turner verrichteten beide ihren Dienst in der Normandie. William L. Turner starb am 7. Juni 1944 bei dem Versuch von einem Panzer aus Artilleriefeuer zu lenken. Sein Bruder Dennis T. Turner fiel nur wenige Woche später am 13. Juli 1944, ebenfalls in der Normandie. Die Brüder liegen heute Seite an Seite in Block D, Reihe 19, Grab 21 und 22.

 

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Elizabeth Richardson

-Elizabeth A. Richardson arbeitete als Rote Kreuz Helferin in Europa und unterstützte die amerikanischen Truppen während deren Vormarsch. Sie starb am 25. Juli 1945, nachdem Deutschland bereits befreit wurde und der Krieg in Eouropa beendet war. Elizabeth A. Richardson verlor ihr Leben bei einem Flugzeugabsturz auf dem Weg nach Paris. Neben 3 weiteren Frauen ist auch sie heute auf dem Friedhof in Colleville-sur-Mer beigesetzt, Block A, Reihe 21, Grab 4.

 

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Jimmie W. Monteith

-Jimmie W. Monteith landeten am 6. Juni mit der 1. Infanteriedivision am Omaha Beach mit einer der ersten Landungswellen. Unter schwerem Feuer gelang es ihm seine Männer zu sammeln. Später führte er unter erneutem schweren Beschuß zwei Panzer durch ein Minenfeld am Omaha Beach. Noch am 6. Juni 1944 fiel Jimmie W. Monteith am Omaha Beach. Für seine Tapferkeit wurde dem Soldaten die Medal of Honor verliehen, die höchste amerikanische Auszeichnung. Heute liegt Jimmie W. Monteith in Block I, Reihe 20, Grab 12 beerdigt.

 

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Theodore Roosevelt Jr.

-Die beiden Neffen des Präsidenten Roosevelt liegen beide auf dem Friedhof in Colleville-sur-Mer begraben. Quentin Roosevelt fiel schon im 1. Weltkrieg als Pilot über Frankreich und ist damit der einzige Soldat des 1. Weltkrieges auf dem Soldatenfriedhof. Theodore Roosevelt Jr. starb am 12. Juli an einem Herzinfakt nachdem er am 6. Juni amerikanische Truppen an den Utah Beach geführt hatte. Theodore Roosevelt Jr. liegt heute in Block D, Reihe 28, Grab 46. Auch ihm wurde die Medal of Honor verliehen.

 

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Gebrüder Robert J. Niland / Preston T. Niland

-Die vier Gebrüder Niland dienen alle im 2. Weltkrieg in der amerikanischen Armee. Die Brüder Preston, Francis und Robert landen alle während der Invasion in der Normandie. Der vierte Sohn Edward diente zu dieser Zeit im Pazifik. Zwei der vier Söhne fallen in der Normandie während der Landung am 6. und 7. Juni, der dritte Sohn wird später in Japan als vermisst gemeldet. Das Oberkommando beschließt den jüngsten Sohn, Francis zurück in die Heimat zu holen. Die Geschichte sollte später als Vorlage zu dem Film "Der Soldat James Ryan" dienen. Heute liegen die Brüder Robert J. und Preston T. nebeneinander in Block F, Reihe 15, Grab 11 und 12.

 

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Gebrüder Joseph E. Arruda / Manuel E. Arruda

-Die Brüder Arruda teilten das gleiche Schicksal am 6. Juni 1944 während sie auf die Strände der Normandie stürmten. Beide Brüder fielen noch am selben Tag am Omaha und Utah Beach. Heute liegen die Brüder Joseph E. Arruda und Manuel E. Arruda Seite an Seite in Block G, Reihe 9, Grab 25 und 26.

 

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Familie Ollie W. Reed / Ollie W. Reed Jr.

-Eine wohl tragische Geschichte erzählen die beiden Gräber der Familie Reed. Es handelt sich bei den Gräbern um Vater und Sohn. Der Vater starb am 30 Juli 1944 bei Saint Lo. Der Sohn Ollie W. Reed Jr. fiel zu Beginn des Monats in Italien. Heute liegen Vater und Sohn Schulter an Schulter in Block E, Reihe 20, Grab 19 und 20.

 

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Gebrüder Bedford T. Hoback / Raymond S. Hoback

-Die Brüder Bedford T. und Raymond S. Hoback landeten am 6 Juni 1944 gemeinsam mit der 29. Infanteriedivison am Omaha Beach. Beide Brüder fielen an diesem Strand in der Normandie noch am selben Vormittag. Der Körper von Raymond S. wurde mit der Flut hinaus auf das Meer gezogen. Einen Tag später fand man die Bibel von Raymond S. gut verpackt in einer Plastiktüte am Omaha Beach. Raymond S. galt von da an als vermisst. Seinen Namen finden man heute im "Garten der Vermissten" auf dem Friedhof in Colleville-sur-Mer. Die beiden Brüder gehörten zu den "Bedford Boys" aus Virginia. Die kleine Ortschaft verlor während dem Krieg in Europa 22 Söhne. Bedford Hoback liegt heute in Block G, Reihe 10, Grab 28.

 

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Schicksal auf dem kanadischen Friedhof in Cintheaux...

-Der junge Soldat G. Dore meldete sich im Jahre 1943 freiwillig zum Kriegsdienst. Am 8. Juli betritt der Soldat französischen Boden und nimmt an den Kämpfen zur Befreiung der Normandie teil. Am 23. Juli fällt der erst 16 Jahre alte Junge bei den Kämpfen um Caen. Heut findet man das Grab des jungen Soldaten auf dem kanadischen Friedhof bei Cintheaux.

Schicksal auf dem britischen Friedhof in Ranville...

-In der Nacht zum 6. Juni 1944 landen zahlreiche britische Fallschirmjäger am östlichen Teil der Invasionsküste um wichtige Brücken und Strassenverbindungen zu besetzen. Unter den Männern war auch der Oberleutnant Brotheridge. Er verlor beim Angriff auf die Brücke von Benouville als erster alliierter Soldat auf französischen Boden sein Leben. Heute findet man das Grab des Soldaten auf dem Friedhof in Ranville.