John R. Slaughter

Vor einiger Zeit hatten wir das Glück Kontakt zu dem Veterean B. Slaughter zu bekommen. Wie hatten so die Gelegenheit von B.Slaughter einen Teil seiner Geschichte und Erinnerungen berichten zu lassen. Hier ein kleiner Teil seiner Erinnerungen zum 6. Juni 1944.

B. Slaughter trat im Alter von nur 16 Jahren im Jahre 1941 in die National Garde ein und wurde Teil des 116 Inf. Regiment der 29. Infanterie Division. Nach der Grundausbildung in den USA wurde B. Slaughter nach England versetzt und absolvierte dort eine Ausbildung zum "Special b sRanger". "Das Training war hart und unmenschlich, ich habe alles verflucht und konnte mir nicht vorstellen jemals im Kampf wieder so belastet zu werden" so B. Slaughter. "Langsam kehrte der Alltag ein, doch als wir spezielle Landungen an den Stränden trainierten wurde mir klar das es langsam ernst werden würde, was uns jedoch bevor stand konnte da noch keiner ahnen." Am Tag der Landung schiffte B.Slaughter von der Empire Javelin in eines der LCA''s um sich danach langsam in Richtung der Küste und dem Omah Beach bringen zu lassen. "Wir waren 30 Mann in dem Boot, und dachten die Artillerie hätte die deutsche Verteidigung vernichtet, noch aus unserem Landungsboot konnte ich sehen wie die Pointe du Hoc beschossen wurde. Dann begann ca. 100 Meter vor dem Strand das schwere Feuer auf unsere Boote, wir zogen die Köpfe ein und hofften wir würden nicht getroffen werden." "Als sich dann die Klappe des Bootes öffnete standen wir unter schwerem MG-Feuer und verloren einige Männer des Bootes, ich weiß nicht genau wie ich es geschafft habe, ich stand plötzlich bis zum Hals im Wasser". "Mit der schweren Ausrüstung gingen die Männer einfach unter, selbst der beste Schwimmer. Wurde ein Soldat beim Schwimmen getroffen so sank der Kopf einfach in das Wasser und der Körper trieb kurze Zeit auf der Stelle bevor er abtrieb". Das Landungsboot von B. Slaughter hielt nicht im Sektor "Dog Green" wie geplant,sondern im Sektor "Dog Red" bei Le Moulin. "Einige von uns vielen Scharfschützen zum Opfer, die meisten jedoch traf das schwere MG-Feuer." B. Slaughter kämpfte sich bis zum Strand vor, er erzählte mir jedoch das es erst dort sehr schwer wurde da die Männer völlig durchnässt waren und der weiche Sand alle Kräfte raubte. B. Slaughter war genau vor WN68 gelandet, nur wenige Meter westlich von Le Moulin, der eigentliche Landungsort hätte vor Vieville-sur-Mer liegen sollen, der schwere Seegang trieb das LCA jedoch fast 2 Kilometer weiter nach Osten. B. Slaughter und seine D-Kompanie überquerten den Strand und fanden hinter den Dünen Deckung. "Am Strand lagen überall gefallen Soldaten und Freunde, noch heute fällt es mir schwer an die Bilder zu denken, ich kann noch ihre Schreie hören. Ich konnte sehen wie die anderen F und G Kompanien rechts von uns unter schweren MG-Feuer lagen und viele Männer verloren. Sie vielen beim Versuch an die Düne zu laufen einfach um." Von den Dünen aus konnten die Männer um Bob Slaughter eine Pak-Stellung ausmachen und schalteten diese später mit gezieltem MG-Feuer und mit Hilfe der Schiffsartillerie aus. Erst dann konnten sich die Männer in das Hinterland bewegen. "Überall waren Minen" so B. Slaughter. Der D-Kompanie gelang es dennoch sich fast bis Vieville-sur-Mer vorzubewegen. Die D-Kompanie verlor an diesem Tag 72 Männer. In den folgenden Tagen marschierte B.Slaughter bis St. Lo wo er bei Hill 203 durch eine Granate verwundet wurde. "Ich hörte die Granate einfach nicht, sie schlug einige Meter hinter mir ein und tötete den Mann neben mir, ich selber wurde dabei verwundet."

Unser Dank gilt an dieser Stelle B. Slaughter für die tolle Zusammenarbeit, Genehmigung und Hilfe.

Ein von B. Slaughter signiertes Bild aus unserer Sammlung:

bsl

 

 

 

 

 

Best Wishes to B. Slaughter and "Go ashore"