Robert J. Noody

Bei einer unserer Touren in die Normandie hatte wir das große Glück den D-Day Veteran Robert J. Noody zu treffen. Robert J. Noody war Angehöriger der F-Company der 101. Airborne Division und gehörte zu den ersten Wellen die im Hinterland des Utah Beach am frühen Morgen des 6. Juni 1944 mit ihren Fallschirmen abgestzt wurden. Ein berühmtes Foto, entstanden am Vorabend der Invasion, machte Robert J. Noody bekannt. Hier ein kleiner Teil der Erinnerungen von Robert J. Noody an die Erlebnisse in der Normandie.

Robert J. Noody wurde mit nur achtzehn Jahren im Februar 1943 ein Teil der amerikanischen Fallschirmjäger. "Ich wusste nichts über die bob noody 1944Fallschirmjäger und auch nicht was mich erwarten sollte. Ich konnte mir nicht ausmalen was dieser Schritt für mein weiters Leben bedeuten sollte." Die Ausbildung zum Fallschirmjäger durchlebte Robert J. Noody in Fort Benning. "Die Ausbildung war sehr hart und ich lernte sehr schnell das das ganze Training kein Zuckerschlecken war und ich das Ganze sehr Unterschätzt habe." Robert J. Noody gelangte dann zur F-Company des 506. PIR der 101. Airborne Division und wurde wenig später nach England nahe der Stadt Aldbourne verlegt wo er weiter auf die kommende Invasion vorbereitet und trainiert wurde. "Wir wussten das da was kommen wird, das machte mich schon etwas nachdenklich." Am 5. Juni 1944 auf dem Flugfeld von Uppotery bestieg Robert J. Noody dann die C-47 Maschine die ihn und sein Stick in die Normandie bringen sollte. "Ich war voll beladen, das M-1 Gewehr, Minen, Bazooka, drei Raketen und allerhand anderes Zeugs." Robert J. Noody nahm seinen Platz in der Maschine ein als er plötzlich ein Teil des wohl mit am meist bekanntesten Foto der Invasion wurde. Ein Fotograf eines Air Force Magazin schoß von Robert J. Noody und drei weitern Kameraden ein Foto das die Männer in voller Ausrüstung zeigt wie sie auf ihren Bänken sitzen, wartend auf den Start der C-47 Maschine (siehe Bild links). Die vier Männer von links nach rechts: Bill O''Laine, Frank Griffin, Bob Noody (dritter von links, siehe roter Kreis) und Les robert noody 6Heqland. "Ich weiß bis heute nicht warum der Mann mich auf dem Foto haben wollte, es muss wohl daran gelegen haben das ich so ängstlich geguckt habe." Das Bild wurde nur wenig später auf dem Titelblatt eines Magazins abgedruckt und machte Robert J. Noody im Laufe der Zeit bekannt. "Hätte ich gewusst was das Bild für Folgen hat hätte ich mich wohl weggedreht oder hätte dem Mann gesagt das er jemand Anderen nehmen soll." Robert J. Noody landete dann in der Nacht vom 5. auf den 6. Juni 1944 mit seinem Stick in Ste.-Mere-Eglise hinter dem Haus des Bürgermeisters. "Keiner wusste was los war, ich kann mich daran erinnern das jeder von uns erstmal auf sich alleine gestellt war." Robert J. Noody fand wenig später Anschluss zu seiner Einheit und wurde in den nächsten Tagen Zeuge der Kämpfe in der Normandie "Mein Kamerad und ich sollten einen deutschen Panzer zerstören den wir ausgemacht hatten, wir lagen in einem Graben" Robert J. Noody und sein Kamerad nutzten dafür die Bazooka die Noody noch vor dem Start in England an sich gegurtet hatte, den nächtlichen Absprung über der Normandie heile überstand und noch immer bei sich trug. "Wir schossen mit der Bazooka auf den Panzer, ich erinnere mich das die zweite Rakete den Panzer durchschlug. Es gelang uns den Panzer zu zerstören und ich hoffte bei dem Anblick des Panzers das robert noodydie Männer da raus kommen würden. Es passierte jedoch nichts und kein Mensch verließ den Panzer, die Lucken öffneten sich einfach nicht." "Noch heute erschüttert mich dieser Gedanke und die Bilder dieses Panzers." In diesen Tagen machte Robert J. Noody jedoch auch folgendes Erlebnis "Meine Company lag in einen Dorf, ich musste dann mal austreten und begab mich an den Ortsrand zu einem Baum." Wenig später öffnete Robert J. Noody seine Springerhose "Plötzlich stand ein deutscher Soldat vor mir der aus einem Gebüsch kam und ergab sich mir, er hat mich fast zu Tode erschreckt." Robert J. Noody nahm den deutschen Soldat gefangen und ging mit dem Soldat gemeinsam zurück in die Ortschaft. "Der Deutsche sah eher glücklich und erleichtert aus das es nun für ihn vorbei war, er wollte wohl den richtigen Moment abgwarten um sich zu ergeben." "Ich ließ den armen Kerl vor mir laufen mit meinem Gewehr in seinem Rücken." Die Kameraden von Robert J. Noody beglückwünschten Noody zu dieser Aktion, beeindruckt von dem Bild das Robert J. Noody und der deutsche Soldat den Männern bei der Ankunft zurück in die Ortschaft boten. "Meine Kameraden glaubten das ich so mutig war und den Soldaten vollen Mutes gefangen genommen hatte. Die Männer beglückwünschten mich. Da ist jedoch nichts von wahr, der Mann ergab sich mir als ich die robert noody 2Hosen runter lassen wollte, da habe ich damals allerdings keinem von erzählt." "Heute muss ich über diese Situation lachen die sich damals ereignete." Später sollte Robert J. Noody auch an den Kämpfen um Carentan beteiligt sein. Noody wurde während der Einnahme und der Kämpfe der Stadt am Bein verwundet was für ihn das Ende seines Einsatz in der Normandie bedeuten sollte. Nach der Zeit der Genesung gelangte Robert J. Noody zurück zu seiner Einheit. Im September 1944 nahm Robert J. Noody an den Kämpfen der Operation "Market Garden" in Holland teil und war im Gebiet nahe Einhoven eingesetzt. Im weiteren Verlauf des Krieges in Europa begleitete Noody seine Einheit bis zu den Kämpfen um Bastogne im Winter 1944. "Wir wurden mit Lastwagen an die Front gebracht." Bei der Einkesselung der Stadt und ihrer Verteidigung sollte Robert J. Noody nahe der Ortschaft Foy in dem kleinen Waldstück Bois Jacques kämpfen und an dem Angriff auf Foy an der Seite der Easy Company beteiligt sein. Während der Kämpfe um Foy wurde Robert J. Noody dann bei einem Angriff auf den Ort durch "Friendly Fire" erneut verwundet und konnte an den Kämpfen nicht weiter teilnehmen. Nachdem seine Verwundung ausgeheilt war kehrte Robert J. robert noody 3Noody in Deutschland nahe der Ortschaft Hagenau erneut zu seiner Einheit zurück die er nun nicht mehr verlassen sollte und für den Rest des Krieges begleitete. Robert J. Noody wurde wenig später nach Berchtesgarden verlegt und erlebte dort die letzten Tage des Krieges in Europa. Dort gelang es ihm einen Dolch aus dem Besitz von Hermann Göring an sich zu nehmen den er zuvor in einem Eisenbahnwaggon gefunden hatte und später durch die Hilfe eines Freundes in die USA schmuggelte. Der Dolch befindet sich heute in einer privaten Museumssammlung. Robert J. Noody und der Rest seines Regiment erlebte die restliche Zeit in Europa in Zell am See/Österreich. Robert J. Noody kehrte in die USA zurück und beendete seiner Zeit als Soldat im November 1945. "Heute ist es gut das sich die Gegner von damals hier als Freunde treffen können und die Zeit nutzen um an diese Plätze zu kommen. Es ist wundervoll all diesen Menschen hier in der Normandie zu begegnen, so freundlich und friedlich. Dazu gehören auch die Menschen aus Deutschland die man hier trifft." "Wichtig ist heute das es junge Menschen gibt die sich um unsere Geschichte kümmern und auch uns das alles ermöglichen." "Heute habe ich in den deutschen Gegnern von damals Freunde gefunden und habe Kontakt nach Deutschland."

robert noody signatur

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir bedanken uns bei Robert J. Noody für die Zusammenarbeit, Genehmigung und Hilfe. Ausserdem bedanken wir uns für die beeindruckenden und freundschaftlichen Tage in Ste.-Mere-Eglise, La Fiere und St.-Come-du-Mont.

Blue Skies and best wishes to Robert J. Noody.