Eberhard B.

Vor einiger Zeit hatten wir das Glück einen Veteranen des Fallschirmjäger Regiment 5 kennenzulernen. Sein Name ist Eberhard B. und war bei den Kämpfen rund um die Normandie beteiligt. Hier ein kleiner Einblick in die Erinnerungen des Mannes rund um die Schlacht in der Normandie.

Eberhard B. war 27 Jahre alt als sein Regiment aus der Bretangne drei Tage nach der Invasion in die Normandie verlegt wurde. "Von St. Lo aus konnte man keine Front mehr in Richtung bild 005Küste erkennen, der ganze deutsche Wiederstand war dort zusammengebrochen." "Wir erhielten dann Befehle die Strasse zwischen Bayeux und St. Lo zu sichern, wir bezogen dann an der Strasse Stellung." Zu dieser Zeit sind schon amerikanische Truppen bis zu dieser Verbindungsstrasse zwischen Bayeux und St. Lo vom Omaha Beach aus vorgerückt und verwickeln das deutsche Regiment in heftige Kämpfe. "Es war ein Stellungskrieg zwischen diesen hohen Hecken im Hinterland, wir feuerten durch kleine Scharten, nur wenige Meter vom Gegner entfernt." "Wir warteten auf unsere Flieger, jedoch sollte das Warten nicht belohnt werden. Ebenfalls wurden keine Panzer zu uns geschickt. Wir konnten so dem Feind keine Stirn bieten." Das Regiment konnte die Stellung bis zum 25 Juli halten ehe das Regiment sich aus Sorge der Einkesselung und der Übermacht der Amerikaner die nun bei St. durchbrachen zurückziehen musste. Unter heftigen Kämpfen zog sich das Regiment bis zur Orne zurück. "Wir zogen uns nur nachts zurück aus Angst vor den feindlichen Jägern". Am 18. August wurde das Regiment dann bei Falaise eingekesselt. "Nun hieß es rette sich wer kann, überall versuchten Soldaten irgendwie aus dem Kessel zu kommen, die feindlichen Jäger schossen auf alles was sich in dem Kessel befand." In den folgenden Tagen des Kampfes im Kessel von Falaise gelang es Eberhard B. und Teilen des Regimentes sich bis an das östliche Ende des Kessels zu bewegen um dort einen Ausbruchversuch zu unternehmen. Zu diesem Zeitpunkt befand sich ein kleiner Korridor östlich des Kessel, Eberhard B. und ein Teil der eingeschlossenen Soldaten nutzten dieses Loch um den Kessel zu verlassen. "Kurz bevor wir fast den Kessel verlassen hatten am Rande des Mont Ormel griffen die Amerikaner den Korridor mit schweren Panzern an." Durch Hilfe der SS-Panzerdivision "Das Reich" die in den Rücken der Amerikaner fiel um den Kessel offen zu halten, konnte der Angriff der Amerikaner abgwehrt werden. "Ohne diese Division wäre ich und die anderen Soldaten da nicht weg gekommen." Der Korridor konnte noch ca. 4 Stunden offen gehalten werden ehe die Alliierten das Loch schließen konnten. "Es sind wohl fast 9000 Männer durch dieses Loch dem Kessel entkommen" Eberhard B. wurde im Verlauf des Krieges 7 mal verwundet ehe er in Belgien 1944 in Gefangenschaft geriet.

Unser Dank gilt an dieser Stelle Eberhard B. für die tolle Zusammenarbeit, Genehmigung und Hilfe.

Ein von Eberhard B. signiertes Bild aus unserer Sammlung:

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